Personalmangel

Workshop für Gastronomen und Touristiker im Herzogtum

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Die Lauenburger Gastronomin Yildiz Frühauf betreibt den Skippertreff im Yachthafen.

Die Lauenburger Gastronomin Yildiz Frühauf betreibt den Skippertreff im Yachthafen.

Foto: Karin Lohmeier / BGZ/Karin Lohmeier

Erst waren es die Lockdowns, dann folgte der Personalmangel. Corona hat der Branche zugesetzt. Wie können Lösungen aussehen?

Mölln/Lauenburg. Erst gebeutelt durch zwei Lockdowns, dann die händeringende Suche nach Personal – Gastronomen setzt die Corona-Krise besonders zu. Viele Saisonkräfte und Minijobber hatten sich während der monatelangen Schließung der Restaurants und Cafés ein neues Betätigungsfeld gesucht. Viele fest angestellte Mitarbeiter zogen einen Branchenwechsel vor, anstatt in Kurzarbeit zu gehen. Die Folge: Nachdem die Gastronomen ihre Betriebe endlich wieder öffnen durften, standen viele von ihnen vor ungelösten Personalproblemen. Verkürzte Öffnungszeiten oder Einschränkungen im Service blieben nicht aus.

Weil solche drastischen Maßnahmen auch Einfluss auf die touristische Attraktivität einer Region haben, hat sich die Herzogtum Lauenburg Marketing & Service GmbH (HLMS) des Themas angenommen. „Wir sehen uns nicht mehr nur als Marketinggesellschaft, sondern engagieren uns auch für die Entwicklung des Wirtschaftsfaktors Tourismus“, sagt Geschäftsführer Günter Schmidt.

Personalmangel nach Corona-Lockdowns: Gastronomen und Touristiker sollen sich vernetzen

Um die Problematik des Personalmangels aufzugreifen, laden die HLMS und die Wirtschaftsförderungsgesellschaft des Kreises (WFL) für Montag, 15. November, zu einem ganztägigen Workshop in den Quellenhof Mölln ein. Unter der Titel „Talente gesucht: Gemeinsam gegen den Fachkräftemangel im Tourismus“ sind Gastronomen und Touristikfachkräfte eingeladen, ihre Kräfte zu bündeln. Die Themen reichen von der Gewinnung von Praktikanten und Azubis über Weiterbildungs­angebote bis zur Anwerbung von gastronomischen Fachkräften. Weitere Informationen gibt es auf der Seite www.wfl.de.

Immer mehr Gastronomen setzen auf fest angestellte Mitarbeiter

Dabei sind natürlich auch praktische Erfahrungen gefragt. Yildiz Frühauf, Betreiberin des Lauenburger Skippertreffs, sieht auch im Kollegenkreis einen neuen Trend. „Die Krise hat uns gezeigt, dass es wichtig ist, Mitarbeiter langfristig zu binden. Ein festes Arbeitsverhältnis bringt beiden Seiten mehr Sicherheit“, sagt sie. Die Lauenburger Gastronomin ist verstärkt dazu übergegangen, für ihre Mitarbeiter Arbeitszeitkonten einzurichten. „Das ist eine Möglichkeit, im Sommer den Ansturm zu bewältigen und Stunden abzubummeln, wenn die Saison vorbei ist“, sagt sie.

( er )

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