Corona

Lauenburg und Geesthacht weit über 100er-Inzidenz

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Corona: Die Zahl der Infizierten steigt wieder - auch im Herzogtum Lauenburg. Am 27. und 28. Oktober ist ein mobiles Impfteam in Geesthacht unterwegs (Symbolfoto).

Corona: Die Zahl der Infizierten steigt wieder - auch im Herzogtum Lauenburg. Am 27. und 28. Oktober ist ein mobiles Impfteam in Geesthacht unterwegs (Symbolfoto).

Foto: Sebastian Gollnow / dpa

Kliniken in Geesthacht und Reinbek melden wieder mehr Covid-Patienten. Im Kreis wird erneut Impfen ohne Termin angeboten.

Geesthacht/Lauenburg.  Obwohl Lauenburg mit seiner aktuellen Corona-Inzidenz (123,3) erstmals seit Wochen wieder hinter Geesthacht (133,6) zurückgefallen ist, sind in der alten Schifferstadt keine mobilen Impfteams im Einsatz, derzeit wohl aber in Geesthacht. Dabei war Lauenburg in den vergangenen Monaten immer wieder Pandemie-Spitzenreiter im Kreis Herzogtum Lauenburg.

Für Lauenburgs Bürgermeister Andreas Thiede ist dies kein Fehler im System. Der Einsatz der mobilen Impfteams mache bei hoher Frequenz von Passanten mehr Sinn: „In Geesthachts Fußgängerzone etwa sind mehr Menschen unterwegs als auf Lauenburgs Wegen.“ In Lauenburg werde zudem gezielt auf offene Impfangebote in der fast dreimal größeren Nachbarstadt hingewiesen, so Thiede.

Corona: Impfung ohne Termin am 27. und 28. Oktober in Geesthacht

Am Mittwoch und Donnerstag, 27. und 28. Oktober, ist das Impfteam im Geesthachter Oberstadttreff (Dialogweg) zu Gast. Impfen ohne vorherige Terminvergabe ist jeweils ab 9.30 Uhr bis etwa gegen 17 Uhr möglich.

Die Abstimmung erfolgt zwischen dem Land Schleswig-Holstein einerseits und Städten und Gemeinden anderseits, so Geesthachts Stadtsprecherin Wiebke Jürgensen. „Wir hatten schon Impfteams in der Stadt. Wir sind erneut angefragt worden und haben dann natürlich nicht Nein gesagt.“

Die wichtigsten Varianten des Coronavirus im Überblick

Nach Anregung der Weltgesundheitsorganisation WHO werden die Varianten des Coronavirus nicht mehr nach den Staaten benannt, in denen sie zuerst nachgewiesen wurden, sondern nach den Buchstaben des griechischen Alphabets. So soll eine Stigmatisierung beispielsweise von Ländern wie Großbritannien oder Indien verhindert werden, in denen besonders ansteckende Virusmutationen zuerst nachgewiesen wurden.

Derzeit gelten vier Formen des Coronavirus als besorgniserregend ("Variants of Concern"):

  • Alpha: Die im September 2020 zuerst in Großbritannien nachgewiesene Variante B.1.1.7, die das ursprüngliche Coronavirus fast vollständig verdrängt hat.
  • Beta: Eine Form des Coronavirus, die im Mai 2020 in Südafrika entdeckt wurde, wissenschaftliche Bezeichung: B.1.351, B.1.351.2, B.1.351.3
  • Gamma: Die zunächst in Brasilien im November 2020 nachgewiesene Mutation P.1 und ihre Subformen P.1.1 und P.1.2
  • Delta: Die Corona-Variante B.1.617.2 (und ihre Subformen AY.1, AY.2, AY.3), zuerst im Oktober 2020 in Indien gefunden

Außerdem beobachtet die WHO weitere vier Mutationen als bedeutsame "Variants of Interest" :

  • Eta: Wissenschaftliche Bezeichung B.1.525, im Dezember 2020 in diversen Staaten nachgewiesen
  • Iota: B.1.526, im November 2020 in den USA entdeckt
  • Kappa: B.1.617.1, im Oktober 2020 erstmals in Indien nachgewiesen
  • Lambda: C.37, im Dezember 2020 in Peru entdeckt

Die höchste Corona-Inzidenz gibt es derzeit in Mölln

Die aktuelle Entwicklung macht deutlich: Die Corona-Pandemie ist noch lange nicht überwunden. Schleswig-Holstein zählt bundesweit zwar zu den Ländern mit der höchsten Impfquote und der niedrigsten Inzidenz, doch die Risiken wachsen. Gerade erst ist ein Erkrankter im Kreis Herzogtum Lauenburg infolge einer Corona-Erkrankung verstorben. Inzidenzspitzenreiter ist aktuell Mölln mit einem Wert von 151,5. Schwarzenbek liegt mit 54,2 im Mittelfeld.

Zudem melden die Krankenhäuser der Region wieder mehr Corona-Patienten, teils auf Intensivstationen. Im Reinbeker St. Adolf-Stift werden derzeit sechs Erkrankte versorgt.

Im Johanniter-Krankenhaus Geesthacht sind es zwei erkrankte Seniorinnen. Eine Frau muss künstlich beatmet werden, die zweite Frau, ebenfalls im Rentenalter, wird auf der Isolierstation behandelt.

( he )

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