Elbschifffahrtsmuseum

Schüler entwickeln Ideen fürs Museum in Lauenburg

| Lesedauer: 3 Minuten
Monika Retzlaff
Die Schüler Joleen Hiltscher (v.l.), Meike Granegger und Luca Flöter, Museumschef Jörn Bohlmann, Collin Jänicke, FSJler Robin Kirchentum sowie Lehrer Florian Volksdorf kamen während des Rundgangs durch das Elbschifffahrtmuseum auf viele Ideen für eine Zusammenarbeit.

Die Schüler Joleen Hiltscher (v.l.), Meike Granegger und Luca Flöter, Museumschef Jörn Bohlmann, Collin Jänicke, FSJler Robin Kirchentum sowie Lehrer Florian Volksdorf kamen während des Rundgangs durch das Elbschifffahrtmuseum auf viele Ideen für eine Zusammenarbeit.

Foto: Monika Retzlaff / BGZ

Das beliebte Museum und die Albinus-Gemeinschaftsschule kooperieren künftig. Es soll eine dauerhafte Zusammenarbeit sein.

Lauenburg. Das Elbschifffahrtsmuseum und die Albinus-Gemeinschaftsschule – bisher kamen diese beiden Lauenburger Einrichtungen noch nicht zusammen. Das Museum an der Elbstraße 59 mit seinem großen Wissensschatz über 1000 Jahre Schifffahrt auf der Elbe, über die Arbeits- und Lebensbedingungen der Schiffer und ihrer Familien, über die Technik des Schiffbaus und die Entwicklung des Stroms vom Naturfluss zur Wasserstraße, spielte bislang weder im Unterricht noch an Projekttagen eine Rolle.

Das soll sich ändern. Als Auftakt für eine Zusammenarbeit besuchten einige Schüler des elften Jahrgangs, ihr Lehrer Florian Volksdorf sowie Robin Kirchentum, der in der Schule ein Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) absolviert, das Museum. Während eines Rundgangs lernten sie das Haus erst einmal kennen, das die meisten vorher nie betreten hatten.

Unterricht an der Albinus-Gemeinschaftsschule profitiert von der Kooperation

Museumsleiter Jörn Bohlmann führte sie durch alle Ausstellungsräume. Das begann im Keller mit der „Schatzkammer der Schiffsantriebe“, führte über die Ausstellung zum Thema Kettenschifffahrt und endete unterm Dach in seinem Büro und dem Magazin, in dem noch viele unbearbeitete Exponate lagern.

„Es gibt Anknüpfungspunkte und Möglichkeiten ohne Ende für eine Kooperation. Wir können so viel gemeinsam machen“, sagte Bohlmann. Das wurde den Schülern während des Rundgangs auch klar. Die einen interessierten sich für die Dampfmaschinen, andere für die historischen Schiffsmodelle und die Stücke, die noch im Magazin lagern, um irgendwann einmal ausgestellt zu werden. Angedacht ist, dass die Schüler das Elbschifffahrtsmuseum mitgestalten und Vorschläge entwickeln, wie man es noch informativer und anschaulicher gestalten könnte.

Die Schüler hatten das Museum noch nie von innen gesehen

„Ich habe noch keine Idee, wie man kleineren Kindern dieses Museum nahebringen kann. Vielleicht findet ihr eine Möglichkeit“, sagte er. Die Schüler können außerdem mithelfen, die Ausstellungen in den Unterricht, beispielsweise in Physik, Weltkunde, Geschichte und Geografie einzubeziehen.

„Ich stelle mir vor, dass ihr Handreichungen oder Exposés für Lehrer ausarbeitet, die es ihnen leichter machen, das Museum zu nutzen“, sagte Bohlmann. Die Schüler hatten noch weitere Vorschläge: Im Fach Technik könnten zum Beispiel Regale für das Magazin des Museums gebaut werden, die dringend benötigt werden.

Neue Ideen für das Elbschifffahrtsmuseum

Die ersten Überlegungen sollen nun weiterentwickelt werden. „Wir gehen jetzt rasch in die ‚Brainbox‘“, sagte Bohlmann. Er möchte keine Eintagsfliege mit einer Projektwoche und einem ausgefeilten Konzept, sondern er wünscht sich eine dauerhafte und lebendige Kooperation.

Das ist ganz im Sinne der Albinus-Gemeinschaftsschule. „Jeder Schüler soll das Museum kennenlernen“, sagte die Schulleiterin Dr. Britta Ahnfeldt. Das könne im Unterricht, in den Projektwochen oder im Rahmen der Ganztagsschule sein. Bereits im Januar ist ein Ausflug des Kollegiums ins Museum geplant.

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