Hundeattacke

Fünfjähriger von Schäferhund angegriffen und schwer verletzt

Der Junge wurde von einem Notarzt versorgt.

Der Junge wurde von einem Notarzt versorgt.

Foto: Daniel Bockwoldt / picture alliance / Daniel Bockwoldt

Der Junge wurde durch Bisse im Gesicht schwer verletzt. Möglicherweise hat „Futterneid“ die Attacke ausgelöst.

Schnakenbek. Was brachte einen Schäferhund dazu, einen kleinen Jungen schwer zu attackieren, der ihn kurz zuvor mit Leckerlis gefüttert hatte? Der tragische Vorfall ereignete sich am Freitagabend, 24. September. Der Fünfjährige war mit seinen Eltern in einem Waldstück bei Schnakenbek spazieren. Dabei begegnete die Familie einer Frau, die mit ihrem Schäferhund im Wald unterwegs war. Die Familien kannten sich aus dem Dorf, und so erlaubte die Hundehalterin, dass der Junge das Tier mit einigen Leckerlis fütterte.

Fünfjähriger bei Schnakenbek von Schäferhund schwer verletzt

Nach einiger Zeit trennten sich die Wege der Familie und der Frau. Der Fünfjährige kehrte aber wenig später um, um weiter mit dem Hund zu spielen. Wieso dieser dann auf den Jungen losging, kann derzeit nur vermutet werden. Möglicherweise, so die Polizei, war hier Futterneid im Spiel.

Das Tier ging wohl davon aus, dass der Junge noch weitere Leckerlis habe. Bei der Attacke durch den Schäferhund wurde das Kind durch die Bisse schwer im Gesicht verletzt. Der herbeigerufene Notarzt versorgte die Verletzungen. Ein Rettungshubschrauber brachte das Kind dann in ein Hamburger Krankenhaus.

Alle erwachsenen Beteiligten sagten später aus, dass es sich um einen eigentlich zutraulichen Familienhund handelt, der auch das Kind kennt. Warum es dennoch zu der Beißattacke kam, muss jetzt geklärt werden. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen.

( er )

Mehr Artikel aus dieser Rubrik gibt's hier: Lauenburg