Ausbildung

Arbeitsagentur will neue Wege gehen

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Kathleen Wieczorek, Chefin der Arbeitsagentur Bad Oldesloe

Kathleen Wieczorek, Chefin der Arbeitsagentur Bad Oldesloe

Foto: Arbeitsagentur Bad Oldesloe

Für eine Ausbildung will die Arbeitsagentur mit einem speziellen Online-Angebot In den Kreisen Herzogtum Lauenburg und Stormarn werben.

Geesthacht.  Der wachsende Mangel an Facharbeitern und anderen gut qualifizierten Arbeitnehmern bereitet in Deutschland immer größere Probleme. Um diese Lücken in Betrieben zu schließen, beschreitet die Arbeitsagentur in den Kreisen Herzogtum Lauenburg und Stormarn neue Wege. Kommenden Mittwoch, 29. September, werden schwerpunktmäßig Beschäftigten mit ausländischen Wurzeln zwei digitale Beratungstermine angeboten.

Das Team der „Berufsberatung im Erwerbsleben“ steht nach Voranmeldung jeweils eine Stunde bereit, Interessierte über die vielfältigen Möglichkeiten beruflicher Aus- und Weiterbildung zu informieren. Wer sich per E-Mail bei Nord.meineBeratung@arbeitsagentur.de anmeldet, erhält einen Link für die jeweilige Runde. Die Beratungen starten um 10 und um 17 Uhr.

Beschäftigte mit ausländischen Wurzeln über Ausbildung informieren

Besonders unter Geflüchteten, aber auch den Nachfahren früherer „Gastarbeiter“ haben Experten noch Potenzial ausgemacht: Bisherige Versuche, verstärkt junge Migranten für Ausbildungsberufe zu begeistern, sind bislang nur in Teilen von Erfolg gekrönt. Manch einer zieht den „schnellen Euro“ in einem Aushilfsjob einer zunächst schlechter bezahlten Berufsausbildung vor.

„Wir möchten auch langjährig Beschäftigte ansprechen und beraten, die die zahlreichen Angebote der beruflichen Qualifizierung noch nicht so gut kennen“, sagt Kathleen Wieczorek, Chefin der Agentur für Arbeit Bad Oldesloe. Ziel sei es, diese Potenziale in den Unternehmen und für die Unternehmen zu entdecken. Zugleich solle über die Chancen beruflicher Qualifizierung und über die Möglichkeiten der Weiterbildung informiert werden.

Es droht Personalmangel in vielen Berufsfeldern

Fakt ist: Ohne diese Menschen wird sich der Personalmangel in vielen Berufsfeldern in den kommenden Jahren noch erheblich verschärfen, im Handwerk und im Handel, in der Produktion und im Dienstleistungssektor. Der Anteil junger Menschen, die die deutschen Schulen verlassen und eine Ausbildung beginnen, ist in den vergangenen Jahren immer stärker hinter die Vielzahl derjenigen gut ausgebildeten Arbeitnehmer zurückgefallen, die bereits in Rente gegangen sind beziehungsweise in der nahen Zukunft aus dem Berufsleben ausscheiden werden.

( he )

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