Kino Boizenburg

Afrikanisches Filmfestival auf der Kinoleinwand

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Der Film „Kaum öffne ich die Augen" erzählt die Geschichte einer jungen Tunesierin, die gegen die Gesellschaft rebelliert.

Der Film „Kaum öffne ich die Augen" erzählt die Geschichte einer jungen Tunesierin, die gegen die Gesellschaft rebelliert.

Foto: Veranstalter

Wie sehen junge afrikanische Filmemacher ihren Kontinent? Das Lichtspielhaus in Boizenburg hat dazu ein Festival organisiert.

Boizenburg. Ein ganzes Wochenende lang zeigt das Kino Boizenburg (Reichenstraße 30) Filme unterschiedlicher Genres aus Afrika. Kulinarische Genüsse und ein Rahmenprogramm runden das Filmfestival ab.

Am Freitag, 24. September, ist um 20 Uhr der Produzent und Regisseur Teddy Goitom zu Gast. Als Aktivist verfügt er über zwei Jahrzehnte Erfahrung. 1998 gründete er „Stocktown“, eine Plattform, um kreativ Tätigen aus Afrika ein Forum zu bieten. Anschließend wird der Film „Sawah“ gezeigt. Darin wird ein ägyptischer Discjockey für einen illegalen Einwanderer gehalten, als er in Luxemburg strandet.

Kino Boizenburg: Filme unterschiedlicher Genres aus Afrika

Am Sonnabend, 25. September, beginnt um 15 Uhr der Film „Soulboy“. Erzählt wird eine Abenteuergeschichte voller afrikanischer Mythen aus dem Slum Kibera in Nairobi. Um 18.30 Uhr beginnt der Film „Kaum öffne ich die Augen“. Der Erstlingsfilm der tunesische Regisseurin Leyla Bouzid erzählt die Geschichte einer Rebellion. Als Farah beginnt, mit ihrer Band und deren politischen Texten gegen die Gesellschaftsstrukturen zu rebellieren, die die Rechte der Frau nicht kennen, wird die Polizei auf sie aufmerksam.

Am Sonntag, 26. September, beginnt um 11 Uhr die Dokumentation „Afripedia“ von Teddy Goitom. Darin porträtiert er die Generation junger, kreativer Afrikaner von heute, die gängige Vorurteile und Stereotypen herausfordert. Anschließend steht der Regisseur für Fragen der Zuschauer zur Verfügung.

Tanz, Musik, Street Art und Mode als verbindendes Element der Filme

Um 20 Uhr läuft der Film „Making of – Kamikaze“, ein erschütterndes Drama über die Entwicklung eines jungen Tunesiers zum potenziellen Terroristen.

So unterschiedlich die Filmproduktionen auch sind, es gibt verbindende Elemente: Tanz, Musik, Street Art und Mode der jungen Generation in Afrika. Das Filmfestival in Boizenburg wird gefördert durch das Bundesprogramm „Demokratie leben!“.

Für Filmfans gibt es ein Festivalticket

Das Festivalticket kostet 30 Euro. Der Eintritt zu jeweils einer Filmvorführung 8,50 Euro. Kinder zahlen 5 Euro. Weitere Informationen zum Festival gibt es auf der Seite www.kino-boizenburg.de.

( er )

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