Lauenburg

Worlée: Neue Produktionshalle für Kosmetika im Herbst fertig

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Elke Richel
Die neue Lauenburger Produktionshalle des Chemiewerkes Worlée soll im September in Betrieb gehen. Hier werden auf 1200 Quadratmetern künftig Kosmetikgrundstoffe produziert.

Die neue Lauenburger Produktionshalle des Chemiewerkes Worlée soll im September in Betrieb gehen. Hier werden auf 1200 Quadratmetern künftig Kosmetikgrundstoffe produziert.

Foto: Worlée

Am Standort Lauenburg werden künftig ökologisch unbedenkliche Kosmetikgrundstoffe produziert. Auch die Forschung wird ausgebaut.

Lauenburg. Zwar ist der im Mai vergangenen Jahres abgebrannte Produktionsturm noch immer mit Bauplanen verhüllt, doch das Chemieunternehmen Worlée ist am Standort Lauenburg trotzdem ordentlich aktiv. Im Januar begann corona­bedingt ohne großen Bahnhof der Bau der neuen Produktionshalle. Mittlerweile sind die Tiefbauarbeiten abgeschlossen.

„Wir liegen voll im Zeitplan, Die Hallenkonstruktion ist in sechs Wochen fertig. Im August werden die Labore eingebaut und im September können wir den Produktionsteil in Betrieb nehmen“, kündigt Unternehmenssprecherin Annika Kunze an.

Worlée baut in Lauenburg neue Produktionshalle für Kosmetika

Der Inhaber des Familienunternehmens, Reinhold von Eben-Worlée (64), hatte auf dem Neujahrsempfang 2018 der Stadt Lauenburg das Vorhaben angekündigt. In der 1200 Quadratmeter großen neuen Halle sollen ökologisch unbedenkliche Kosmetikgrundstoffe entstehen, unter anderem für lösungsmittelfreie Nagellacke und biologisch abbaubare Peelingprodukte. 20 zusätzliche Arbeitsplätze werden dort entstehen.

Mit der neuen Produktionsstätte bekennt sich Worlée deutlich zum Standort Lauenburg. Die Produktion der kosmetischen Grundstoffe wird nämlich von Hamburg in die Schifferstadt ausgeweitet – und damit vor Ort ein neues Standbein geschaffen. „Es wurde im Hamburger Werksteil zu eng, deshalb expandieren wir nach Lauenburg“, so die Unternehmenssprecherin. Bisher produzierte Worlée in Lauenburg hauptsächlich Grundstoffe für die Farben- und Lackindustrie.

Auch der Bereich Forschung und Entwicklung soll ausgebaut werden

2017 plante das Unternehmen, in Lauenburg sogar ein Logistikzentrum zu errichten. Diese Pläne erwiesen sich aber als unwirtschaftlich. Mit der Produktion ökologisch abbaubarer Produkte trifft das Unternehmen jetzt den Nerv der Zeit. Die Grundstoffe, die in Lauenburg hergestellt werden, bestehen hauptsächlich aus natürlichen Rohstoffen. Die wasserlöslichen Farbstoffe für die Produktion von Nagellacken erhalten keine schwer abbaubaren Substanzen mehr.

Aber nicht nur der Produktionsbereich von Worlée soll ausgeweitet werden. „Wir schaffen hier neue Möglichkeiten für die Forschung und Entwicklung“, kündigt die Unternehmenssprecherin an.

Worlée begann 1976 einst mit 30 Mitarbeitern, heute sind es über 200

Als Worlée 1976 nach Lauenburg kam, waren zunächst 30 Mitarbeiter beschäftigt, heute sind es über 200. Damit ist das Unternehmen einer der wichtigsten Arbeitgeber der Stadt. Mehr als 40.000 Tonnen Kunstharze für Farben und Lacke im Jahr werden von Lauenburg aus weltweit ausgeliefert. Die Grundstoffe für die Kosmetikindustrie kommt jetzt noch dazu.

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