Lauenburger Patenschiff

Kapitän Sebastian Nacke schreibt von Bord der „Elbe“

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Die Besatzung des Tenders Elbe besteht Marineprüfung mit Auszeichnung. Im Juni geht es auf eine sechsmonatige Einsatzfahrt

Die Besatzung des Tenders Elbe besteht Marineprüfung mit Auszeichnung. Im Juni geht es auf eine sechsmonatige Einsatzfahrt

Foto: Elke Richel

Seit über 60 Jahren besteht die Patenschaft zwischen Lauenburg und dem Tender Elbe. Der Kapitän schreibt regelmäßig von Bord

Rostock/Lauenburg. Wäre die Verbindung zwischen der Stadt Lauenburg und dem Marineschiff Tender Elbe eine Ehe, dann läge die diamantene Hochzeit schon hinter ihnen. Seit dem Jahre 1960 besteht die Patenschaft, natürlich nicht mehr mit derselben Besatzung. Selbst das ursprüngliche Schiff wurde längst ersetzt.

Die Verbindung hat Bestand: Beim Schützenfest, am Volkstrauertag und während des Neujahrsempfangs ist die Besatzung des Tenders in Lauenburg gern gesehen. Mittlerweile gibt es so manche Tradition, die in der Stadt nicht mehr wegzudenken ist. Seit 1986 ist die Erbsensuppe in Lauenburg Kult, die die Matrosen kurz vor Weihnachten kesselweise verkaufen. Ein guter Brauch ist es, die Einnahmen daraus jeweils für einen guten Zweck zu spenden.

Marineschiff Tender Elbe: Im Juni geht es auf sechsmonatige Einsatzfahrt

Im vergangenen Jahr mussten die Lauenburg nicht nur auf die Suppe verzichten. Coronabedingt fallen derzeit alle geplanten Besuche der Crew in der Stadt aus. Der engen Verbindung tut das aber keinen Abbruch. Auch wenn die Mannschaft durch die Pandemie selbst in schweres Fahrwasser geriet, nimmt sich Korvettenkapitän Sebastian Nacke regelmäßig Zeit und schreibt Briefe an die Lauenburger. Darin berichtet er vom Leben an Bord und natürlich von den Einsätzen, die die „Elbe“ absolviert. Im jüngsten Schreiben heißt es: „Seit Jahresbeginn war Ihr Patenschiff, unsere ,Elbe’ bereits wieder viel auf See. Wir haben zwei mehrwöchige Geschwaderübungen absolviert, die viel von meiner Besatzung abverlangten. Ich kann Ihnen allerdings sagen, dass sich die Besatzung wieder von ihrer besten Seite präsentierte“, schreibt er und berichtet weiter: „Wir konnten genau das trainieren, was im zweiten Halbjahr 2021 von uns verlangt wird.“

Dann wird es nämlich ernst für die Crew. Es geht auf eine sechsmonatige Einsatzfahrt. Die Lauenburger werden fast hautnah dabei sein können, denn Kapitän Nacke will regelmäßig von Bord berichten. Kurz vor Weihnachten ist die Crew wieder zu Hause. Und wer weiß, vielleicht klappt es in diesem Jahr ja doch noch mit der Erbsensuppe.

( er )

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