Nach Streitigkeiten

Sozialdemokraten demonstrieren jetzt Einigkeit

Immo Braune ist seit Ende Dezember Vorsitzender des Lauenburger Ortsvereins der SPD.

Immo Braune ist seit Ende Dezember Vorsitzender des Lauenburger Ortsvereins der SPD.

Foto: Andreas Bruns / BGZ

Ortsverein und Fraktion der SPD ziehen einen Strich unter die Querelen der Vergangenheit. Die Bilanz der Arbeit fällt positiv aus.

Lauenburg.  Keine Rede mehr von Zwist oder innerparteilichen Querelen: Die Lauenburger Sozialdemokraten von Fraktion und Ortsverein geben sich geschlossen und ziehen eine positive Bilanz der politischen Arbeit in den vergangenen zweieinhalb Jahren. „Wir haben viele Kernversprechen unseres Wahlprogrammes umgesetzt“, so die Einschätzung von Immo Braune, der von den Genossen erst Ende September zum Vorsitzenden des Ortsvereins gewählt wurde.

Vor zwei Jahren war von Harmonie im Ortsverein nicht viel zu spüren. Mit Renate Peters, Martin Scharnweber, Immo Braune und Helmut Pasch waren gleich vier Vorstandsmitglieder mit sofortiger Wirkung von ihren Ämtern zurückgetreten. Und auch in der SPD-Fraktion der Stadtvertretung brodelte es. Ergebnis: Seit der Kommunalwahl im Mai 2018 verlor die SPD fünf von sieben Stadtvertretern. Im Juni wurde Jens Meyer als Fraktionsvorsitzender gewählt, Immo Braune legte sein Mandat als Stadtvertreter nieder.

Mitglieder der Lauenburger SPD geben sich nun geschlossen

Nach der Mitgliederversammlung im September setzte die Kehrtwende ein. Jetzt trafen sich Fraktion und Ortsverband sogar zu einer gemeinsamen Rückschau und einem Ausblick auf den Rest der aktuellen Wahlperiode. Die Bilanz fällt aus Sicht der Genossen erfolgreich aus. So hatte die die SPD in ihrem Wahlprogramm auf die Fahnen geschrieben, den sozialen Wohnungsbau in Lauenburg voranzutreiben. Auf Antrag der Genossen beschloss die Stadtvertretung, dass bei Neubauprojekten mit mehr als acht Wohnungen ein Viertel davon öffentlich gefördert sein muss.

Auch die Umbaupläne der Weingartenschule resultieren aus einem Antrag der SPD. „Es sind aber nicht nur die großen Würfe, die die SPD angestoßen hat, auch in vielen kleinen Dingen konnten die Sozialdemokraten Verbesserungen für die Lauenburgerinnen und Lauenburger erzielen“, meint Meyer. So sei auf Initiative der SPD vor dem Walter-Gerling-Haus und der Kita Birnenweg die zulässige Geschwindigkeit reduziert worden. Und auch die kürzlich auf den Weg gebrachte Katzenschutzverordnung basiere auf einer Initiative der SPD.

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„Hier zeigt sich, wie wichtig das offene Ohr ist. Ohne die Lauentown Katzenfreunde würden wir bis heute nicht mal eine Antragsvorlage haben“, meint Braune, der noch als Stadtvertreter das Anliegen der Tierschützer in einen Antrag der SPD eingebracht hat.

Stadtentwicklung, Radverkehr und Feuerwehr auf der Agenda

Für die restlichen zweieinhalb Jahre der Wahlperiode haben sich die Genossen einiges vorgenommen. Bei der Umgestaltung der Innenstadt wollen sie sich ebenso einbringen wie bei der Umsetzung des Radverkehrskonzeptes. Auch die bisher von der Politik mehrheitlich abgelehnte Entschädigungssatzung für die Feuerwehr ist für die Genossen noch nicht abgehakt.

Außerdem haben sich Ortsverein und Fraktion vorgenommen, die Mitgliederwerbung voranzutreiben und Lauenburger verschiedener Generationen für die politische Arbeit zu begeistern. So sollen neue Mitglieder auch Anregungen für die weitere Arbeit der Lauenburger Genossen geben – sei es bei der Bekämpfung der Altersarmut oder beim Engagement für den Klimaschutz.