Wegen Corona

Demo „Wir sind nicht still“ in Lauenburg verschoben

Die Organisatoren der Demonstration „Wir sind nicht still“ haben sich dazu entschieden, die Veranstaltung zu verschieben.

Die Organisatoren der Demonstration „Wir sind nicht still“ haben sich dazu entschieden, die Veranstaltung zu verschieben.

Foto: [Monika Retzlaff] / Retzlaff

Stadt und Kirche hatten am 31. Oktober zu einer Demonstration und Kundgebung gegen Rassismus aufgerufen. Was stattdessen geplant ist.

Lauenburg.  Die Zahl der Menschen, die sich mit dem Corona-Virus infiziert haben, steigt und steigt. Auch im Herzogtum Lauenburg. Deswegen haben sich die Organisatoren der Demonstration „Wir sind nicht still“ nun dazu entschieden, die Kundgebung in Lauenburg auf 2021 zu verschieben.

Die Entscheidung ist Pastor Graffam, der Stadtjugendpflegerin Friederike Betge, Sara Opitz vom Kreisjugendring Herzogtum Lauenburg und Mark Sauer vom Möllner Verein „Miteinander leben“ nicht leicht gefallen. Schließlich sind viele Stunden der Planung vorausgegangen. Man sei sich aber einig, dass eine Demonstration in Coronazeiten eine besondere Verpflichtung mit sich bringe.

Demonstration „Wir sind nicht still abgesagt“ in Lauenburg abgesagt

„Das Nichtstattfinden der Demonstration bedeutet keinesfalls, dass wir still sind. Rassismus und Menschenfeindlichkeit dürfen in unserer Gesellschaft keinen Platz haben. Dafür setzen wir uns ein“, heißt es seitens der Organisatoren. Und weiter: „Wir sind uns sicher im nächsten Jahr verantwortungsvoll und umso lauter auf die Straße gehen zu können.“

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Die vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend geförderte Versammlung hat bereits Tradition. Vor zwei Jahren fand sie ebenfalls am Reformationstag mit mehr als eintausend Teilnehmern in Berkenthin statt und im letzten Jahr stieß sie in Ratzeburg auf große Resonanz. Nun soll es immerhin den geplanten Gottesdienst am Sonnabend geben. Allerdings nicht wie vorgesehen um 10.30 Uhr im Fürstengarten, sondern um 11 Uhr in der Maria-Magdalenen-Kirche Lauenburg unter den bekannten Hygieneregeln.

Evangelische Kirche Lauenburg will eigenen Videokanal erstellen

Außerdem arbeiten die Organisatoren der Demonstration an einer Alternativen: So soll es in den kommenden Wochen einen Videokanal unter dem Titel „Wir sind nicht still!“ geben. Er soll Menschen einladen, sich mit kurzen Videoclips im Selfieformat zum Thema Rassismus laut und deutlich zu positionieren. Beiträge können ab sofort unter miteinander.leben@t-online.de eingesendet werden.

Die evangelische Kirchengemeinde Lauenburg nutzt seit Beginn der Corona-Pandemie noch weitere Kommunikationskanäle, um in Kontakt zu treten. So gibt es auf Instagram sogar einen Predigt-Podcast und das tägliche Abendgebet. Weitere Infos dazu unter www.kirche-lauenburg.de.