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Mit „Enkeltrick“ Seniorin um viel Geld gebracht

Eine 85 Jahre alte Frau aus Mölln ist auf den sogenannten „Enkeltrick“ hereingefallen (Symbolfoto).

Eine 85 Jahre alte Frau aus Mölln ist auf den sogenannten „Enkeltrick“ hereingefallen (Symbolfoto).

Foto: Sebastian Gollnow / picture alliance / Sebastian Gol

Angebliche Enkeltochter hat eine Notsituation vorgetäuscht. Die 85-Jährige hat dem Unbekanntem einen fünfstelligen Betrag gegeben.

Lauenburg/Mölln. Wieder wurde eine ältere Dame Opfer des sogenannten „Enkeltricks“. Wie die Polizeidirektion Ratzeburg erst jetzt mitteilte, meldete sich am vergangenen Donnerstag eine weibliche Person bei der 85-Jährigen und gab sich als die Enkeltochter in einer Notsituation aus. Die Frau gaukelte am Telefon vor, an einem Verkehrsunfall beteiligt gewesen zu sein und dass sie zur Schadensregulierung eine größere Bargeldsumme benötige. Die aus Mölln stammende Rentnerin wurde durch mehrmalige Anrufe so unter Druck gesetzt, dass sie ihre Bankfiliale aufsuchte und die geforderte Summe in fünfstelliger Höhe abhob.

Es gelang den Betrügern sogar, die 83-Jährige nach Lauenburg auf einen Parkplatz zu lotsen, um sich dort das Geld übergeben zu lassen. In der Straße Am Schüsselteich habe sie dann einem unbekannten Mann das Bargeld ausgehändigt.

Seniorin aus Mölln fällt auf „Enkeltrick“ rein

Erst nachdem die alte Dame wirklich mit ihrer Enkeltochter telefoniert hatte, erkannte sie, dass sie überrumpelt worden war und meldete sich bei der Polizei.

Die Kriminalpolizei Ratzeburg hat die Ermittlungen aufgenommen und sucht Zeugen. Wem ist am Donnerstag, 15. Oktober, in den Nachmittagsstunden auf dem Parkplatz an der Straße Am Schüsselteich ein Mann mit auffällig dicken schwarzen Augenbrauen aufgefallen? Er war bekleidet mit einer Mütze, einer dunklen Bomberjacke und einer grauen Jogginghose. Wer entsprechende Hinweise geben kann, sollte sich mit der Polizei unter der Telefonnummer 04541/80 90 in Verbindung zu setzen.

Polizei rät stets skeptisch bei derartigen Anrufen zu sein

Da derartige Betrügerein immer wieder vorkommen, rät die Polizei, stets skeptisch bei derartigen Anrufen zu sein. Auf keinen Fall sollten Vornamen von Familienangehörigen genannt werden. Im Zweifelsfall sollte die Polizei per Notruf unter 110 verständigt werden.

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Mitte September war auch eine Seniorin aus Börnsen Opfer eines betrügerischen Anrufes geworden. Auch sie händigte einer Botin ihres vermeintlichen Neffen Schmuck aus, der einen fünfstelligen Wert hat. In diesem Fall berichtet ein Mann am Telefon, der sich als ihr Neffe ausgab, von einer finanziellen Notlage beim Immobilienerwerb.