Künstler unterwegs

Lauenburg als beliebte Kulisse für Musikvideos

Wolfgang Nadrag und Jenny van Bree laufen in ihrem Musikvideo zum neuen Song „Geschichten, die das Leben schreibt“ durch die Elbstraße in Lauenburg.

Wolfgang Nadrag und Jenny van Bree laufen in ihrem Musikvideo zum neuen Song „Geschichten, die das Leben schreibt“ durch die Elbstraße in Lauenburg.

Foto: Privat / Isabella Sauer

Band Jelfi und Sängerin Valentina Coutinho posieren für ihre Musikvideos in der Altstadt und am Elbstrand. Was gefällt an Lauenburg?

Lauenburg. Die malerische Altstadt und das Elbufer in Lauenburg sind nicht nur beliebte Fotomotive von Touristen und Fotografen, sondern auch begehrte Locations für Musiker. Warum? Immer wieder wählen die Künstler die Elbestadt als Location für Musikvideodrehs aus. So auch das Schlagerpopduo Jelfi und die brasilianische Sängerin Valentina Coutinho.

Die Hamburgerin Jenny van Bree und der Österreicher Wolfgang Nadrag schlendern in ihrem neuen Musikvideo zu ihrem Song „Geschichten, die das Leben schreibt“ unter anderem durch die Elbstraße, In einer weiteren Szene sind sie auf einem Boot zu sehen, das im Yachthafen Lauenburg liegt. „Wir lieben diese Plätze in Lauenburg und verbringen auch hier privat gern unsere Zeit“, sagt Sängerin Jenny van Bree, die auf der anderen Elbseite in Hohnstorf aufgewachsen ist. „Die Marina haben wir als Ort ausgewählt, da wir hier im Sommer normalerweise drei Auftritte gehabt hätten. Coronabedingt mussten wir die aber absagen“, erklärt sie. Lauenburg sei ihrer Meinung nach sehr klassisch und einfach schön anzusehen, genau das richtige für ihre Schlagerpopmusik.

Während des Lockdowns einen neuen Song produziert

Das Musikerduo, das auch privat ein Paar ist, hat die Videosequenzen bereits im Mai gedreht. „Wir haben die Corona-Zeit genutzt und sieben Songs als EP herausgebracht, um die Menschen in diesen schwierigen Zeiten etwas abzulenken“, erzählt sie.

Auch die brasilianische Sängerin Valentina Coutinho, die seit sechs Jahren in Hamburg lebt, hat während des Corona-Lockdowns einen neuen Titel samt Video produziert und vor wenigen Tagen veröffentlicht. Das Lied heißt „Me Ensina“ (dt.: „Lehre mich“). Laut der 40-Jährigen ist der Song bereits in Portugal im Radio zu hören. Coutinho: „Dieses Jahr sollte für mich sehr musikalisch werden. Gemeinsam mit meinem Musikerkollegen Mazinho de Souza aus Bergedorf wäre ich bei verschiedenen Veranstaltungen aufgetreten.“

„Elbstrand ist schön und nicht so überlaufen“

Zum Beispiel beim Internationalen Sambafestival in Coburg, was laut Organisator die größte Veranstaltung dieser Art außerhalb Brasiliens ist. „Wegen Corona musste das ausfallen. Es wurde daraus ein Online-Festival gemacht und dafür habe ich dann das Musikvideo produziert“, sagt sie.

Die Brasilianerin, die auch als Versicherungsmaklerin arbeitet, hat Lauenburg als Drehort ausgewählt, da es „zum Träumen einlädt“. „Der Elbstrand ist wunderschön und auch nicht so überlaufen“, sagt sie. Wer hier entlanglaufe, müsse automatisch lächeln, solch eine malerische Kulisse sei es. Aber Coutinho hat auch eine andere Verbindung zu Lauenburg: „Ich habe auch mal in Winsen gewohnt und war dann öfters hier in Lauenburg. Außerdem habe ich eine Freundin, die im Hotel Bellevue arbeitet.“ Einen Tag lang von 8 bis 20 Uhr hätten die Dreharbeiten am Elbstrand sowie in der Altstadt stattgefunden.

Dreharbeiten erlaubt, wenn niemand gestört wird

Und wie sieht es mit Drehgenehmigungen aus? Dazu sagt der Leiter des Stadtentwicklungsamtes Reinhard Nieberg „Solange durch die Dreharbeiten im öffentlichen Raum niemand gestört oder behindert wird, ist keine Drehgenehmigung erforderlich.“ Müssen aber zum Beispiel extra Straßen abgesperrt werden, ist eine Genehmigung Pflicht. „Das war zum Beispiel so, als Ende vergangenen Jahres ein Filmteam für die ARD den Thriller ,Im Abgrund’ mit Schauspieler Tobias Moretti in der Elbstraße gedreht hatte“, erinnert sich Nieberg zurück. Damals wurden die Anwohner sogar aufgefordert, Weihnachtsdeko an und vor ihren Häusern zu entfernen. Zudem musste die Elbstraße für eine gewisse Zeit gesperrt werden.

Doch es gibt Ausnahmen: „Von einer Erlaubnis seitens der Stadt kann abgesehen werden, wenn die Film- und Dreharbeiten lediglich mit einer Handkamera oder Kamera auf einem Stativ durchgeführt werden und keine Behinderungen oder Störungen wie Durchgangsverbote verursachen.“