Lauenburg

Täter nach Messerangriff in Psychiatrie eingewiesen

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In diesem Friseursalon an der Berliner Straße hat sich die Bluttat abgespielt.

In diesem Friseursalon an der Berliner Straße hat sich die Bluttat abgespielt.

Foto: Elke Richel / BGZ / Elke Richel

Tatverdächtiger rammt Friseurin mehrmals ein Taschenmesser in den Brustbereich. 24-Jähriger leidet unter einer psychischen Erkrankung.

Lauenburg. Das Entsetzen ist groß in Lauenburg. Wie berichtet, wurde am Freitagmorgen die Mitarbeiterin eines Friseursalons in der Innenstadt in der Berliner Straße von einem Mann mit mehreren Messerstichen schwer verletzt. Mittlerweile sind auch die näheren Umstände bekannt geworden: Demnach hatte sich der 24 Jahre alte Tatverdächtige im Café Clausen aufgehalten, als die 45-jährige Friseurin ihr Fahrzeug vor dem Salon Jan Bracker parkte. Als sie ihr Auto verließ, soll der Mann auf sie zu gekommen sein, sie am Arm ergriffen und aufgefordert haben, mit ihm zu kommen. Dies soll die Frau ebenso verweigert haben wie die von ihr verlangte Herausgabe ihres Fahrzeugschlüssels. Daraufhin soll der Mann ihr zunächst mit der Faust mehrfach in die Magengegend geschlagen haben.

Täter greift eine weitere Frau vor Drogeriemarkt an

Die Frau wollte in den Friseursalon flüchten, doch der Angreifer rammte ihr mehrmals ein Taschenmesser mit einer sechs Zentimeter langen Klinge in den Brustbereich. Es gelang dem Opfer dennoch, in den Laden zu gelangen, indem eine Kollegin sie geistesgegenwärtig durch die Tür zog und die Tür zuschloss. Anschließend soll der Mann noch eine weitere, ihm ebenfalls unbekannte Frau vor dem Drogeriemarkt Rossmann am Arm ergriffen haben. Dieser Frau gelang es jedoch, sich loszureißen und in das Geschäft zu flüchten.

Offenbar in Panik lief der Mann auf die Berliner Straße vor einen herannahenden LKW, der jedoch rechtzeitig bremsen konnte. Als nach kurzer Zeit die Polizeibeamten eintrafen, klappte der mutmaßliche Täter das Messer wieder aus. Erst durch den Einsatz von Pfefferspray gelang es den Beamten, den Mann zu fixieren. Nach vorläufiger Einschätzung einer psychiatrischen Sachverständigen litt der Beschuldigte bei der mutmaßlichen Begehung der Tat unter einer psychiatrischen Erkrankung, so dass seine Schuldfähigkeit aufgehoben gewesen sein dürfte.

Mann ist in forensischer Psychiatrie in Neustadt in Holstein

Vor diesem Hintergrund hat das Amtsgericht Lübeck am Sonnabend auf Antrag der Staatsanwaltschaft wegen des dringenden Verdachts des versuchten schweren Raubes in Tateinheit mit versuchtem Totschlag und gefährlicher Körperverletzung die einstweilige Unterbringung des Beschuldigten in einem psychiatrischen Krankenhaus angeordnet. Der Mann wurde in die forensische Psychiatrie nach Neustadt in Holstein verbracht.

( er )

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