Ostern

Gegen Ausflügler: Geesthacht sperrt Parkplätze an der Elbe

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Ein Polizist winkt Autofahrer zu einer Kontrollstelle in Richtung Nordseeküste. Ein Ausflug ans Meer ist nicht einfach so möglich.

Ein Polizist winkt Autofahrer zu einer Kontrollstelle in Richtung Nordseeküste. Ein Ausflug ans Meer ist nicht einfach so möglich.

Foto: Carsten Rehder / dpa

Ein etwas anderes Osterfest steht uns in Zeiten von Corona bevor: Die Polizei passt auf, dass Ausflügler sich nicht zu nahe kommen.

Bergedorf/Geesthacht. Der „Grenzstreit“ zwischen Hamburg und Schleswig-Holstein wird immer bizarrer. Am Dienstag betonte Hamburgs Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) zunächst, er habe von Schleswig-Holsteins Ministerpräsidenten Daniel Günther (CDU) die „Zusicherung“, dass Spaziergänger und Radfahrer aus Hamburg nicht mehr unter Verweis auf Coronaregeln an der Grenze zu Schleswig-Holstein abgewiesen werden. Am Nachmittag erklärte Günther, „jetzt an Ostern die Kontrollen so durchführen wie am vergangenen Wochenende“.

Kontrollen mit hohem Personaleinsatz

Das sah so aus, dass nach Angaben der schleswig-holsteinischen Landespolizei etwa im Bereich Geesthacht „80 Prozent“ der Kontrollierten abgewiesen wurden. Um die Verbreitung des Coronavirus einzudämmen, hat die Landesregierung per Verordnung „Einreisen“ aus touristischem Anlass untersagt und mit Bußgeld (150 bis 500 Euro) belegt. „Wir werden die Einhaltung dieser Bestimmungen mit hohem Personaleinsatz kontrollieren“, kündigte die Geesthachter Polizei gestern an. „Wir kontrollieren die Straßen, aber auch Wanderwege. Dabei geht es uns nicht vorrangig darum, Bußgelder zu erheben, sondern der Verbreitung des Virus Einhalt zu gebieten.“

100 zusätzliche Polizeikräfte auch in Hamburg

Hamburgs Polizei rüstet ebenfalls auf, um die Kontaktbeschränkungen durchzusetzen. „Unsere bisherige Einsatzgruppe wird zu Ostern um 100 Kräfte von der Polizei-Akademie verstärkt“, sagte Polizeisprecher Holger Vehren. Einsatzgebiete seien vorrangig Ausflugsziele wie Parkanlagen, die Alster und das Elbufer. An bewährten Ausflugszielen wie dem Zollenspieker Fähranleger wurden Parkplätze und Sitzgelegenheiten bereits vorsorglich abgesperrt.

Geesthacht sperrt Prakplätze

Auch in Geesthacht sind frühzeitig Vorkehrungen getroffen worden. So hat die Stadt bereits in Absprache mit der Polizei alle öffentlichen Parkplätze entlang der Elbe für Fahrzeuge gesperrt. Die Mitarbeiter der städtischen Betriebe haben am Dienstag damit begonnen, Absperrbaken aufzustellen. Betroffen sind die öffentlichen Parkplätze am Freizeitbad, am Menzer-Werft-Platz beziehungsweise am Elbufer, am Kanu-Club, am Pumpspeicherbecken, am Hochseilgarten sowie die Parkplätze zwischen Krümmel und Grünhof-Tesperhude sowie die Stellflächen nahe dem Elbkantinchen (Elbuferstraße).

„Wir reduzieren die Parkplätze, damit sich auch die Besucherzahlen nicht auf einzelne, mit Fahrzeugen gut erreichbare Punkte an der Elbe konzentrieren“, erklärte Heiko Holler, Leiter des Fachdienstes Öffentliche Sicherheit. Spaziergänge und Radtouren seien an der Elbe aber weiterhin erlaubt – für Schleswig-Holsteiner, wohlgemerkt.

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