Umfrage

Mit oder ohne Auto – Wie lebt es sich in Lauenburg?

Wer die Parkzeit überschreitet, riskiert ein Knöllchen von  Politesse Ute Wendland.

Wer die Parkzeit überschreitet, riskiert ein Knöllchen von Politesse Ute Wendland.

Foto: Richel / BGZ

Mitte des Jahres soll das Lauenburger Parkraumkonzept vorliegen. Ergebnisse einer Bürgerumfrage fließen dort ein.

Lauenburg. Wer hat es noch nicht erlebt? Mittwochs und sonnabends, wenn die Händler des Wochenmarktes ihre Stände aufgebaut haben, muss man viel Glück haben, in der Oberstadt einen Parkplatz zu ergattern. Und wem das gelungen ist, hat auf den Kurzzeitparkplätzen auch nur zwei Stunden Zeit, seine Besorgungen zu machen.

Schon oft stand das Thema Parkraumkonzept auf der Tagesordnung der politischen Gremien – immer im Zusammenhang mit den Plänen für die Entwicklung des Lauenburger Stadtzentrums. Im Oktober vergangenen Jahres wurde das Planungsbüro PGT Umwelt und Verkehr aus Hannover mit der Erstellung eines solchen Konzeptes beauftragt. Um die derzeitige Situation zu erfassen und Empfehlungen für die Zukunft auszusprechen, haben die Ingenieure jetzt eine Umfrage auf der Seite www.lauenburg.de veröffentlicht. Noch bis zum 3. April können Lauenburger, aber auch Gäste der Stadt aktiv mitwirken, um eine Verbesserung der Parksituation im Lauenburger Stadtzentrum zu erreichen. „Ziel ist eine Optimierung des ruhenden Verkehrs, sowohl in der Lauenburger Ober- als auch in der Unterstadt“, schreibt die Stadt auf ihrer Seite.

Wie steht es um die Lebensqualität im Stadtzentrum?

Allerdings: Es lohnt sich nicht nur für Autofahrer, an der Umfrage teilzunehmen. Zunächst geht es den Planern nämlich darum, die allgemeine Zufriedenheit mit der Lebensqualität im Stadtzentrum zu erfassen. Die ersten der insgesamt 25 Fragen betreffen zunächst persönliche Angaben, allerdings ohne Nennung des Namens oder der Anschrift. Danach geht es unter anderem darum, die Einkaufsmöglichkeiten in Lauenburg zu bewerten. Bei der Frage „Was schätzen Sie besonders an der Innenstadt?“ hat der Teilnehmer die Möglichkeit, selbst eine Antwort zu formulieren. Anschließend besteht die Möglichkeit, in Kategorien „gut“, „mittelmäßig“ oder „schlecht“ verschiedene Fragen zur Parksituation zu beantworten. Außerdem wollen die Planer wissen, ob alternativ zum Auto auch öffentliche Verkehrsmittel genutzt werden oder unter welchen Umständen dies infrage käme. Etwa zehn Minuten dauert es, bis der Fragenkatalog abgearbeitet ist. Hinter jeder thematischen Gruppe ist Platz für eine Formulierung.

Fragebogen gibt es auch in Papierform

Die Auswertung der anonymen Umfrage wird das Planungsbüro in die Erstellung eines Parkraumkonzeptes einfließen lassen. „Wir gehen davon aus, dass Mitte des Jahres Ergebnisse vorliegen“, stellt der Leiter für Stadtentwicklung, Reinhard Nieberg, in Aussicht. Grundlage für die Erarbeitung dieses Konzeptes ist das Städtebauförderprogramm „Aktive Stadt- und Ortsteilzentren“. Bereits 2011 wurde Lauenburg mit dem Bereich „Ortskern Oberstadt“ in dieses Programm aufgenommen. Übrigens: Wer die Fragen nicht online beantworten möchte, kann sich im Bürgerbüro (Amtsplatz 6), der Touristinformation (Elbstraße 59) oder in der Bücherei (Weingarten 12) einen Fragebogen in Papierform abholen.