Überschlagen

Lauenburgerin bei Unfall auf der B5 schwer verletzt

Einsatzkräfte arbeiten an einem Peugeot, um die auf der B 5 verunglückte Fahrerin retten zu können.

Einsatzkräfte arbeiten an einem Peugeot, um die auf der B 5 verunglückte Fahrerin retten zu können.

Foto: Timo Jann

Eine Lauenburgerin ist in der Nacht auf der Bundesstraße 5 bei Schnakenbek verunglückt. Sie wurde schwer verletzt.

Schnakenbek. Eine Autofahrerin aus Lauenburg ist in der Nacht zum Mittwoch auf der Bundesstraße 5 zwischen Schnakenbek und Grünhof-Tesperhude verunglückt und hat sich dabei schwere Verletzungen zugezogen.

Nach Polizeiangaben war die 36-Jährige in dem Wald zwischen beiden Ortschaften aus noch ungeklärten Gründen von der Straße abgekommen, durch den Graben gefahren und hatte sich dann überschlagen. Das Auto mit der eingeklemmten Fahrerin blieb auf der Seite liegen. Ersthelfer setzten gegen 1.10 Uhr einen Notruf ab.

Kurz nach dem Notruf machten sich Feuerwehrleute aus Geesthacht, Grünhof-Tesperhude und Schnakenbek, eine Notärztin mit ihrem Team und Polizisten auf den Weg zur Unfallstelle. Für den Einsatz sperrte die Polizei die Bundesstraße eineinhalb Stunden lang voll.

Nachdem als Erstmaßnahme die Frontscheibe des Peugeot aufgeschnitten war, konnte die Notärztin sich um die Verletzte kümmern. Parallel dazu stützten die Feuerwehrleute den Wagen ab, damit er nicht umkippt. Während hydraulische Rettungsgeräte in Stellung gebracht wurden zeichnete sich ab, dass die Frau auch durch die Öffnung in der Frontscheibe gerettet werden kann.

Nach 45 Minuten hoben die Retter sie aus dem Wrack und brachte sie nach einer Versorgung am Unfallort ins Krankenhaus.

Zahl der Unfälle 2019 leicht gestiegen

Dieser Unfall wird erst in die Unfallstatistik des Jahres 2020 eingehen. Wie gefährlich es 2019 auf den Straßen zuging, stellte die Polizeidirektion Ratzeburg jetzt in ihrer jährlichen Unfallstatistik vor. Demnach ist es 2019 im Kreis Herzogtum Lauenburg zu 5462 Unfällen gekommen – innerorts 3415, außerhalb geschlossener Ortschaften 2047. Gegenüber 2018 ist das eine Zunahme von 28.

Erfreulich immerhin: Die Zahl der schwer verletzten Personen, die einen Tag oder länger im Krankenhaus behandelt werden mussten, ging zurück – von 118 in 2018 auf nunmehr 110. Die Zahl der Leichtverletzten sank von 724 auf 649 im Jahr 2019. Insgesamt lag die Anzahl der Verletzten bei 759 (2018: 842).

Sieben Menschen kamen vergangenes Jahr bei Unfällen auf den Straßen im Kreis Herzogtum Lauenburg ums Leben (2018: vier). Drei waren Fahrer eines verunglückten Pkw, zwei Beifahrer; je ein Motorradfahrer und ein Fußgänger wurden getötet. Senioren ab 65 Jahren waren in 170 Fällen als Verursacher an Unfällen beteiligt (2018: 174), Fahrer in der Altersgruppe 18 bis 24 Jahre verursachten 143 Unfälle (2018: 141).

Deutlicher Rückgang bei Unfällen mit Kindern

Einen deutlichen Rückgang gab es bei den Unfällen mit Beteiligung von Kindern (53 gegenüber 84 in 2018). Entsprechend wurden auch weniger Kinder verletzt (50 gegenüber 85). In den meisten Fällen, nämlich 30 (2018: 56), waren die betroffenen Kinder als Radfahrer unterwegs, 14 waren Fußgänger, zehn Mitfahrer in Autos.

Auffällig ist der Rückgang bei den Unfällen mit Fahrradfahrern. Die Polizeidirektion hat diesen Bereich zu einem „Schwerpunkt“ erklärt. So sollen alle Dienststellen ganzjährig Fahrradkontrollen durchführen, gibt es Ferienpassaktionen in den Städten, Radfahrausbildung an den Grundschulen und verschiedene andere Präventionsmaßnahmen.