Baugebiet Lauenburg West

Birnbaumskamp: Rollen hier in diesem Jahr die Bagger an?

Erschließung des Baugebietes West verschiebt sich. Firmen haben zu volle Auftragsbücher.  

Erschließung des Baugebietes West verschiebt sich. Firmen haben zu volle Auftragsbücher.  

Foto: Elke Richel / BGZ / Elke Richel

Lauenburg. Am westlichen Rand von Lauenburg entsteht der Stadtteil Birnbaumskamp. Das Interesse an den Bauflächen ist groß.

Lauenburg.  Im Westen Lauenburgs wird der Stadtteil Birnbaumskamp entstehen: Für etwa 140 Grundstücke auf der insgesamt 14 Hektar großen ehemaligen Ackerfläche wirbt das Unternehmen Werretal aus Herford um Bauwillige.

Zunächst steht allerdings nur die südlich gelegene Fläche mit etwa 70 Grundstücken zum Verkauf. Obwohl die offensive Vermarktung noch gar nicht richtig begonnen hat, sind hier 16 Grundstücke bereits verkauft, für zwölf Flächen gibt es einen Termin beim Notar. 16 weitere Flächen haben einen Reservierungsvermerk. „Das Interesse junger Familien aus Hamburg an dem Baugebiet ist groß“, weiß Udo R. Helling, Geschäftsführer von Werretal. Aber auch Lauenburger fragen Grundstücken in dem neuen Wohngebiet. „Das Interesse von Bauwilligen aus der Stadt und von außerhalb hält sich die Waage“, sagt Helling.

Firmen haben volle Auftragsbücher

Einen kleinen Wermutstropfen gebe es allerdings. Bisher können die künftigen Eigenheimbesitzer zeitlich nicht genau planen. Zwar ist im Exposé noch von dem Erschließungstermin Frühjahr 2019 die Rede, das dürfte aber kaum zu halten sein. „Auf die Ausschreibung der Erschließungsarbeiten haben sich nur wenige Unternehmen beworben. Die Auftragsbücher der Firmen sind voll. Und selbst wer Interesse an dem Auftrag hat, kann oft nicht genau sagen, wann die Arbeiten beginnen“, ärgert sich der Geschäftsführer. Dennoch sei er optimistisch, dass die Erschließung im nächsten Monat beginnen könne. „Wir führen intensive Gespräche mit den verschiedenen Gewerken und hoffen, in Kürze Klarheit zu haben“, so Helling. Sollte dies gelingen, könnten noch in diesem Jahr tatsächlich die ersten Bagger am Birnbaumskamp anrollen.

Bauherren haben viel Gestaltungsfreiraum

Wer hier bauen möchte, ist im Rahmen des Bebauungsplanes in der Gestaltung frei. Dieser sieht die Erschließung von bauträger- und architektenfreien Grundstücken vor. Zulässig sind demnach Einfamilien- und Doppelhäuser in
ein- oder zweigeschossiger Bauweise. Das Gebiet selbst wird von breiten Grünstreifen mit Sitzgruppen durchzogen. Die Versorgungsbetriebe errichten am Rand der Fläche eine Photovoltaikanlage, die sowohl Strom für die Häuser produziert, als auch das allgemeine Netz der Stadt speist. Für schnelles Internet soll die Erschließung des Neubaugebietes durch Glasfasertechnik sorgen.

Familien von außerhalb zeigen Interesse

Auf einer zwölf Meter breiten Ringstraße werden Parkbuchten angelegt. Zwei Bushaltestellen an der B 5 sollen außerdem von allen Grundstücken aus für eine bequeme Anbindung an den öffentlichen Verkehr sorgen. „Wir merken großes Interesse an dem Baugebiet. Es rufen zunehmend Familien von außerhalb an und erkundigen sich nach den Schulen in Lauenburg oder wie hier die Chancen stehen, einen Kindergartenplatz zu finden“, berichtet Lauenburgs Bürgermeister Andreas Thiede.

Weitere Informationen zum Baugebiet am westlichen Stadtrand gibt es im Internet unter www.weretal.de.

Das Interessejunger Familien aus Hamburg an dem Baugebiet ist groß.
Udo R. Helling,