Jugendwehr Lauenburg

Osterfeuer: 2018 Schnee, diesmal „alles perfekt“

Orange lodern die Flammen zwischen Ästen und Qualm, ein tolles Farbenspiel. Die Hitze hält die Besucher des Lauenburger Osterfeuers auf Abstand.

Orange lodern die Flammen zwischen Ästen und Qualm, ein tolles Farbenspiel. Die Hitze hält die Besucher des Lauenburger Osterfeuers auf Abstand.

Foto: Timo Jann

Lauenburg. Hunderte Besucher feiern am offiziellen Osterfeuer der Lauenburger Jugendwehr auf der Wiese bei Famila.

Lauenburg.  Was für ein Unterschied: Während die Lauenburger diesmal im T-Shirt an ihrem lichterloh brennenden Osterfeuer Getränke und Grillwurst genießen konnten, bibberten sie 2018 in dichtem Schneetreiben und die Feuerwehr hatte Mühe, das Osterfeuer in Brand zu setzen. Sogar mit Druckbelüftern mussten die Flammen im vergangenen Jahr angefacht werden. „Dieses Mal ist aber alles perfekt“, freute sich Thomas Hampicke, Jugendwart von Lauenburgs Jugendfeuerwehr, am Sonnabend, als der Holzstapel ordentlich brannte. Die Nachwuchsretter richten das Osterfeuer schon seit Jahrzehnten in der Stadt aus.

Mit Fackeln ausgerüstet, marschierten die Jugendfeuerwehrleute auf die Festwiese neben dem Famila-Markt und setzten, nachdem sie sich um den im Durchmesser etwa acht Meter großen Berg gruppiert hatten, die abgelegten Strohballen in Brand. Sofort erfassten die Flammen den am Vormittag angelieferten Grünschnitt der Lauenburger Gartenbesitzer. „Die Resonanz der Lauenburger auf den Anlieferungstermin war gut“, so Hampicke.

Gut vier Meter hoch war das Holz aufgetürmt

Gut vier Meter hoch hatten die Helfer das Material aufgetürmt. Eine Gefahr für Wildtiere wie Hase und Igel besteht nicht, wenn das das Osterfeuer erst so kurzfristig aufgeschichtet wird. „Wir kennen das schon, das macht immer viel Spaß hier in der Gruppe“, sagten Mika und Joseph, die gemeinsam mit einer Fackel für das brennende Osterfeuer sorgten.

Derweil hatten Feuerwehrchef Lars Heuer und sein Stellvertreter Dennis Lühr am Grill alle Hände voll zu tun. Mit weiteren Feuerwehrleuten kümmerten sie sich um die Verpflegung der Gäste, die trotz langer Schlangen an den Ständen nie lange warten mussten. 800 Grillwürste und kistenweise Getränke gingen über den Tresen. Der Erlös des Verkaufs geht wie jedes Jahr an die Jugendfeuerwehr. Hampicke: „Wir werden mit dem Geld im Sommer eine gemeinsame Freizeit finanzieren.“ Als Belohnung für die gute Beteiligung der Mädchen und Jungen. Der Jugendwart dankte auch allen Einsatzkräften, die den Ablauf unterstützten.

Besucher auch aus der Umgebung

Um das Feuer herum versammelten sich am Abend Hunderte Besucher aus Lauenburg und Umgebung. Katrin und David von Babka etwa waren eigens aus Schwarzenbek gekommen. „Wir haben in Schwarzenbek ja leider kein offizielles Osterfeuer. Hier ist es aber auch richtig schön“, schwärmten beide. Das Feuer an der Mecklenburger Straße brannte gut eine Stunde lang in voller Intensität und ließ dann etwas nach. „Die vielen Besucher belohnen für die mit der Ausrichtung verbundenen Mühen“, sagte Lars Heuer.