Programm „Demokratie leben“

110.000 Euro für Lauenburger Projektideen

Stadtjugendpflegerin Friederike Betge (links) ist im Begleitausschuss dabei. Sie arbeitet eng mit Projektkoordinatorin Sara Opitz zusammen.

Stadtjugendpflegerin Friederike Betge (links) ist im Begleitausschuss dabei. Sie arbeitet eng mit Projektkoordinatorin Sara Opitz zusammen.

Foto: Elke Richel / BGZ / Elke Richel

Lauenburg. Über das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ werden in diesem Jahr wieder Projekte gefördert. Die Auswahl ist getroffen.

Lauenburg. Die Entscheidung ist gefallen – der aus Vertretern Lauenburger Vereine und Organisationen bestehende Begleitausschuss hat acht Projekte ausgewählt. Die jeweiligen Träger hatten sich um insgesamt 110.000 Euro Fördermittel beworben, die in diesem Jahr nach Lauenburg fließen. Die Stadt trägt einen Eigenanteil von zehn Prozent. Das seit 2015 aufgelegte Programm heißt „Demokratie leben!“ – und der Name bringt auf den Punkt, was die Projekte bewirken sollen: ein tolerantes Miteinander von Menschen unterstützen, unabhängig von Alter, Geschlecht, Religion oder Nationalität.

Über eine Millionen Euro flossen nach Lauenburg

Durch Mittel aus „Demokratie leben!“ und den beiden Vorgängerprogrammen sind seit 2007 über eine Million Euro nach Lauenburg geflossen. Eigentlich sollte das Programm in diesem Jahr auslaufen. „Das ist vom Tisch. Das Bundesfamilienministerium hat die Förderung entfristet“, freut sich Sara Opitz, die Projektkoordinatorin für den Kreis. Dies entspricht auch ganz dem Fördergedanken: Wie schon bei den Vorgängerprogrammen soll „Demokratie leben!“ laufende Projekte am Leben erhalten und neue entwickeln. Zielgruppen sind Kinder und Jugendliche, Eltern, Erzieher, Pädagogen und andere lokale Akteure.

Neue und bewährte Projekte

Einige Projekte, die jetzt in trockenen Tüchern sind, haben sich in Lauenburg bereits bewährt: So wird das diakonische Werk wieder ein Deeskalationstraining für Jungen anbieten. Das Theater Lauenburg ist ebenfalls erneut dabei, diesmal mit einen „Beat and Dance Projekt“. Das Projekt „Stop“ – ebenfalls vom diakonischen Werk organisiert – sensibilisiert für das Thema häusliche Gewalt. Das Künstlerhaus bietet ein offenes Atelier an und der Ortsjugendring einen Jugendleiterassistentenkursus.

Das Awo-Familienzentrum widmet sich mit dem neuen Projekt „Koffererzählungen“ dem Thema Flucht und Identitätssuche. Einbezogen werden Senioren, die ihre Erfahrungen schildern, sowie Geflüchtete, die in der jüngeren Vergangenheit ihre Heimat verlassen mussten. Der Förderverein Weingartenschule lädt zu einen Sommerfest der Kulturen ein.

Auch kleinere Projektideen haben eine Chance

„Die Vernetzung der verschiedenen ehrenamtlichen Träger ist in Lauenburg besonders ausgeprägt, daher wird das Programm hier so nachhaltig umgesetzt“, sagt Sara Opitz. Aber auch nicht so aufwendige Aktionen haben eine Chance, von dem Förderprogramm zu profitieren. „Ohne großen formellen Aufwand bewilligt der Kreisjugendring Summen bis 500 Euro“, stellt die Koordinatorin in Aussicht.

Wer eine Idee hat, muss übrigens nicht fürchten, sich durch bergeweise Antragsformulare kämpfen zu müssen. „Den Antrag können wir gern gemeinsam ausfüllen“, verspricht Sara Opitz. Dazu genügt es, eine E-Mail an koordination@kjr-herzogtum-lauenburg.de zu senden. Telefonisch ist die Koordinatorin unter der Nummer (0 45 42) 84 37 85 zu erreichen.