Mühsal und Fleiß im Wandel der Zeit

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Von Elke Richel

Lauenburg.
Das Motto des diesjährigen "Tag des offenen Denkmals" am Sonntag, 13. September, scheint wie für Lauenburg gemacht. Schließlich finden sich in der über 800-jährigen Geschichte der alten Schifferstadt zahlreiche Belege für die Entwicklung von "Handwerk, Technik Industrie". Allein die mittelalterlichen Gebäude in der Altstadt zeugen vom handwerklichen Geschick der Baumeister aus jener Zeit. Davon können sich die Besucher selbst überzeugen: Zwischen 13 und 18 Uhr öffnen zahlreiche Bewohner die Türen ihrer Häuser und gestatten einen ungenierten Blick hinter die historischen Fassaden.

Zwischen 10 und 17 Uhr hat auch das Elbschifffahrtsmuseum (Elbstraße 59) geöffnet. Hier kommen Freunde alter Schiffstechnik ebenso auf ihre Kosten, wie Besucher, die sich für das Leben der Elbschiffer und ihrer Familien zu allen Zeiten interessieren. Um 10.30 Uhr wird außerdem die Sonderausstellung "Die Neubauten der Hitzler-Werft von 1886 bis 2011" eröffnet. Ganztägig gibt es Führungen durch die Werft (Bahnhofstraße 4-12).

Ein nicht so bekanntes Kapitel der Lauenburger Industriegeschichte ist das der Zündholzfabrikation. Ab 14 Uhr bietet Stadtführerin Petra Lepsin einen Rundgang unter dem Motto "Hier brennt die Pappel" an. Treffpunkt ist am ZOB Lauenburg. Die Kosten betragen 3 Euro. Wer dabei sein möchte, meldet sich bitte unter (041 53) 38 50 an.

Der mittelalterliche Markt auf dem historischen Kirchplatz gehört inzwischen schon fast genauso zum "Tag des offenen Denkmals" wie die geöffneten Häuser an der Elbstraße. Diese Tradition wird auch in diesem Jahr gepflegt. Am Sonnabend (11 bis 22 Uhr) und Sonntag (12 bis 18 Uhr) spannen die "Markvagabunden" auf dem Kirchplatz ihre Pferde aus. Natürlich findet sich auch auf dem Mittelaltermarkt das Motto des Tages wieder - feinste Handwerkskunst wird feilgeboten: edle Kleider für die Dame, passendes Rüstzeug für den Herrn, Tonwaren, Geschmeide, Schuhwerk, Lederwaren, Rauchwerk, feinste Gewürze für Speisen, Möbel, Seifen und vieles mehr. Musiker und Gaukler werden derweil für allerlei Kurzweil sorgen.

Wer sein Haus für Besucher der Altstadt öffnen möchte, kann sich noch jetzt beim Arbeitskreis Altstadt unter ar
anmelden.

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