Tschüs, altes Schleusenhaus

Lauenburg
(tja).
"Man sieht jetzt kaum noch, dass wir die letzten Jahre hier eine Großbaustelle hatten", sagt Stefan Lühr zufrieden. Der Ingenieur des Wasser- und Schifffahrtsamtes (WSA) hat den Neubau der Brücke über den Elbe-Lübeck-Kanal geleitet. Mittlerweile sind nahezu alle Restarbeiten erledigt und die Baustelle präsentiert sich quasi besenrein. Lühr: "Im Herbst werden wir noch neue Bäume anpflanzen, dann sind wir durch."

Jetzt hat das Bauleiter-Team auch seine Unterkunft unweit der Baustelle geräumt. Lühr und seine Kollegen arbeiteten vom früheren Schleusenwärterhäuschen am Elbe-Lübeck-Kanal aus. Und das wird jetzt mit einem Bagger abgerissen. Lühr: "Das Gebäude hatte seinen Zenit längst überschritten, eine weitere Nutzung war nicht mehr möglich."

Als der Elbe-Lübeck-Kanal mit seiner Schleuse im Jahr 1900 eröffnet wurde, bediente der Schleusenwärter aus diesem Gebäude heraus nicht nur die Schleusentore, sondern erhob auch die Nutzungsgebühren für die Wasserstraße. Doch seit dem Neubau der Lauenburger Schleuse vor neun Jahren wurde das Gebäude nicht mehr als Steuereinrichtung benötigt.

Die im Häuschen integrierte Wohnung, früher vom Schleusenwärter genutzt, wurde nach dessen Auszug als Ferienwohnung über das Sozialwerk der Schifffahrtsverwaltung vermietet. Beschäftigte des WSA konnten hier kostengünstig Urlaub machen. Nach dem Abriss in Lauenburg haben sie diese Möglichkeit weiterhin - an der Witzeezer Schleuse. "Der Abriss hier ist der finale Abschluss der Bauarbeiten", sagt Lühr. 2012 hatten die Arbeiten begonnen, 16 Millionen Euro kostete der Brückenneubau.