Lauenburg

"Surfen für Lau" - und das möglichst schnell

Netzversorgung: Stadt beauftragt Beratungsunternehmen

Entspannt am Löwenbrunnen sitzen und über ein freies WLAN die E-Mails checken oder mit Blick auf die Elbe mit der Freundin chatten - das könnte in Lauenburg bald Wirklichkeit werden. Im September vergangenen Jahres hatten die Stadtvertreter auf Antrag der SPD-Fraktion der Verwaltung den Auftrag erteilt, die Schaffung und Finanzierung von mindestens zwei Zugängen für öffentliches und freies WLAN zu prüfen.

"Wir haben die Versorgungsbetriebe gebeten, mit den Geesthachter Stadtwerken in den Erfahrungsaustausch zu gehen und so einen möglichen Lösungsansatz für Lauenburg zu finden", sagt der Amtsleiter für Stadtentwicklung, Reinhard Nieberg. Mitte des Monats soll das Ergebnis der Prüfung zunächst verwaltungsintern besprochen werden. In diesem Zusammenhang will die Stadt gleich ein weiteres Problem angehen: "Wir müssen in Lauenburg unbedingt die Breitbandversorgung sicherstellen. Es wäre doch peinlich, wir bieten freies WLAN an und die Seiten bauen sich im Schneckentempo auf", ist Nieberg überzeugt.

Konkrete Schritte dazu hat die Verwaltung bereits in die Wege geleitet: Gemeinsam mit dem Amt Lütau sucht die Stadt nach einem Beratungsbüro, das nicht nur einen geeigneten Anbieter, sondern auch mögliche Fördertöpfe ausfindig macht. "Wir haben vier Büros angeschrieben, die Ausschreibungsfrist endet am 10. April", sagt der Amtsleiter. In zwei Phasen soll das Beratungsbüro die Stadt Lauenburg und das Amt Lütau auf dem Weg zum schnellen Internet begleiten. Nieberg weiß: "Auch wenn die Beratungsleistung zunächst Kosten verursacht, ist die Einschaltung kompetenter Fachleute ein folgerichtiger Schritt. Eine hohe Datengeschwindigkeit ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor und in vielen Fällen ein wesentliches Entscheidungskriterium für potenzielle Investoren."

Parallel zur Sicherstellung der künftigen Breitbandversorgung will die Stadt Zugänge für freies WLAN schaffen. "Auch das ist ein zeitgemäßes Standortkriterium, sowohl für den Tourismus als auch für die Lebensqualität in der Stadt", so Nieberg.

Bei vielen Lauenburgern dürfte die Aussicht auf freies Surfen auf Begeisterung stoßen. Als Geesthacht im Sommer vergangenen Jahres ihr freies WLAN "Gee surft" präsentierte, kochte das Thema in einer Lauenburger Facebook-Gruppe hoch und löste eine Diskussion darüber aus, ob Lauenburg diesem Beispiel wohl folgen würde. Ein Slogan machte auch schnell die Runde: "Surfen für Lau".