Lauenburg

Nach der Flut ist Lauenburg wieder im Aufwind

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Monika Retzlaff

Tourismus: Positiver Trend bei Übernachtungen - Ferienwohnungen nicht erfasst

Das Hochwasser und seine Folgeschäden hatten dem Tourismus in Lauenburg 2013 einen kräftigen Dämpfer verpasst - doch im vergangenen Jahr ging es wieder aufwärts. "Wir hatten 2014 insgesamt 45 643 Übernachtungen in den sechs Hotels mit mehr als zehn Betten", fasste Ulrike Sindermann, Teamleiterin für Touristik und Kultur der Stadt, zusammen. Dazu kommt allerdings die Zahl der Übernachtungen für September, die in dieser Aufstellung bisher noch fehlt. "Der positive Trend ist erkennbar, auch wenn wir noch nicht ganz das Niveau von 2012 erreicht haben. 2013 waren es wegen der Flut nur etwa 39 000 Übernachtungen", sagte die 30 Jahre alte Kulturwissenschaftlerin. Die Zahlen gehen aus dem Bericht des Statistischen Amtes für Hamburg und Schleswig-Holstein hervor.

Nicht in der Bilanz enthalten sind allerdings die zahlreichen Übernachtungen in privat vermieteten Zimmern und Ferienwohnungen, weil diese nirgendwo erfasst werden. Zuletzt 2010 hatte die Tourismus-Beratungsagentur dwif-Consulting München erfasst, wie viele Übernachtungen in Lauenburg auf private Vermieter entfallen. Das waren immerhin 18 000 bei den insgesamt 35 Anbietern von Gästezimmern und Ferienwohnungen in der Stadt.

In der Tourismus-Information selbst geben sich besonders in den Sommermonaten die Gäste die Klinke in die Hand. Von Juni bis September holen sich im Durchschnitt 1500 Besucher im Monat Tipps zu Sehenswürdigkeiten, Hotels und Gastwirtschaften. Im gesamten Jahr waren es 10 000 Besucher.

In dieser Zahl zeigt sich, dass der Umzug vom Schlossplatz in die Altstadt die richtige Entscheidung war. Im Jahre 2012, dem letzten Jahr vor dem Umzug, fanden nur rund 4400 Gäste der Stadt den Weg in die Touristinformation. Werbemaßnahmen, mehr Service und neue Kulturangebote sollen dieses Jahr noch mehr Touristen locken. So ist das Relaunch der Internetseite der "Herzogtum Lauenburg Service und Marketing Agentur" fast abgeschlossen. Interessenten kommen dann schneller an Informationen und können Übernachtungen einfacher buchen. In diesem Jahr soll auch endlich das neue Wegweisersystem der Stadt zum Einsatz kommen, sodass Touristen besser zu den vielen interessanten Plätzen geführt werden. Der prall gefüllte Veranstaltungskalender der Stadt wirbt ebenfalls um Gäste aus nah und fern.

Und auch wer sich für Technikgeschichte interessiert, soll künftig noch mehr auf seine Kosten kommen: "Wir wollen die Angebote, das alte E-Werk, die Hitzler-Werft und das Schifffahrtsmuseum informatorisch vernetzen und thematische Routen anbieten", sagt Ulrike Sindermann.

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