Schneeglöckchen

Die ersten Frühlingsboten sind da

Elke Richel

Wer nicht mehr daran geglaubt hat, dass der Dauerregen der vergangenen Tage jemals ein Ende nehmen würde, darf wieder hoffen: Die Wetteraussichten, zumindest für heute, sind gar nicht so schlecht.

Wenn die seltenen Sonnenstrahlen so in der Nase kitzeln, könnte schon mal Lust auf den Frühling aufkommen. Die ersten Boten gibt es in Lauenburg übrigens schon: Wer genau hinschaut, kann Am Graben auf dem Hang die ersten Schneeglöckchen entdecken - noch in der Knospe, aber immerhin ...

Schneeglöckchen sind als Zeichen der Hoffnung überliefert: Einer Legende zufolge soll ein Engel den Vorfrühlingsboten auf die Erde gebracht haben, um die aus dem Paradies vertriebene Eva zu trösten und hoffnungsfroh zu stimmen. Diese beweinte im Schnee den Verlust der Blumen aus dem Garten Eden. Der Engel blies zum Trost gegen eine Schneeflocke. Diese sank darauf als kleine Blume zu Boden. Zudem sprossen Schneeglöckchen überall, wo die Flügel des Engels das Erdreich berührten.

Aber auch für die Realisten unter uns sind die weißen Blüten Grund zur Hoffnung, nämlich auf einen zeitigen Frühling. Schließlich ist es äußerst selten, dass sich Schneeglöckchen schon Mitte Januar zeigen. Und keine Angst, wenn es doch noch Eis und Schnee geben sollte: Die zarten Frühblüher sind hart im Nehmen.

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