Lauenburg

Kritische Fragen zur Bewältigung der Juni-Flut

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Versammlung: Krisenstab stellt sich der Diskussion

Es war Juni, als die Elbe-Flut Anwohner, Rettungskräfte und den Krisenstab in Atem hielt. Jetzt, ein halbes Jahr danach, sind viele der Schäden noch nicht beseitigt und zahlreiche Fragen weiter offen: Wurde die Elbstraße zu früh der Flut überlassen? Hätten viele der Häuser bei späterer Evakuierung gerettet werden können? Was taugen die Pegelprognosen, nach denen sich die Schutzmaßnahmen ausrichten? Je mehr Zeit ins Land ging, desto lauter die Forderung der Altstadtbewohner nach ehrlicher "Manöverkritik" zur Bewältigung der Katastrophe. "Die Katastrophenschutz-Leitung hat den lokalen Sachverstand nicht einbezogen", kritisierte Hajo Krasemann von der Initiativ-Gruppe-Elbehochwasserschutz Lauenburg (IGEL) unmittelbar nach der Flut.

Jetzt sucht auch die Stadt den Dialog mit den betroffenen Anwohnern. "Mit der nötigen zeitlichen Distanz sollen Schlussfolgerungen gezogen werden, die helfen, zukünftige Einsätze weiter zu verbessern", heißt es in der Einladung zur Einwohnerversammlung am Dienstag, 17. Dezember, ab 19 Uhr, in der Osterwold-Halle (Elbstraße 145 A). Zur Sprache wird dabei auch die druckfrische Dokumentation des Hamburger Beratungsunternehmens Golder Associates kommen. Das Büro hatte schon während der Flut 2011 die Entwicklung mit ihren Auswirkungen auf die Lauenburger Altstadt dokumentiert und wurde vom Land schon während des diesjährigen Hochwassers erneut damit beauftragt.

Vor allem aber soll die Diskussion mit den betroffenen Anwohnern im Mittelpunkt der Veranstaltung stehen. Dafür stellen sich neben Landrat Gerd Krämer und Bürgermeister Andreas Thiede auch der Abteilungsleiter Wasserwirtschaft aus dem Umweltministerium, Dietmar Wienholdt, Sascha Manzke und Torsten Möller von der technischen Einsatzleitung sowie weitere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, der Stadt- und Kreisverwaltung, des Landesbetriebes für Küstenschutz, Nationalpark und Meeresschutz, des Landesamtes für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume und des Wasser- und Bodenverbandes Stecknitz-Delvenau den kritischen Fragen der Altstadtbewohner.

( (er). )

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