Anbaden der DLRG

Bürgermeister Thiede taucht ab

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Timo Jann

Lauenburg. Luft 11 Grad, Wasser 5 Grad: Bei diesen für das traditionelle Neujahrsschwimmen der Deutschen-Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG) beinahe tropischen Verhältnissen wagte sich gestern selbst Lauenburgs Bürgermeister Andreas Thiede in die Fluten der Elbe.

Geschützt durch einen Lebensanzug stieg Thiede mit 21 Wasserrettern am Rufer-Platz in die Elbe und schwamm die 800 Meter bis zum Bootshaus im Kuhgrund mit. „Ich hatte einmal Grundberührung“, sagte Thiede hinterher. „Aber ich gehe den Dingen ja gerne auf den Grund.“

Mehr als 150 Schaulustige verfolgten das Spektakel vom sicheren und vor allem trockenen Ufer aus. Zwar sind aufgrund des Hochwassers, das längst keine dramatischen Werte hat, einige Bereiche der Elbuferpromenade überschwemmt, doch die Schaulustigen ließen die Schwimmer nicht aus den Augen. Vom Wasser her waren die 22 Frauen und Männer während des Schwimmens durch zwei DLRG-Boote und ein Boot der Wasserschutzpolizei abgesichert.

„Wir wollen mit dieser Aktion zeigen, dass wir kein Schönwetterverein sind. Auf uns ist im Notfall jederzeit Verlass“, sagte Hartwig Bindzus, der Vorsitzende des DLRG-Bezirks Oberelbe, in dem die Retter aus Lauenburg und Geesthacht zusammengeschlossen sind. Etwa 400 Mitglieder hat der Verein, davon knapp 50 Aktive. Vor allem die DLRG-Helfer der medizinischen Abteilung waren 2011 wieder stark gefordert. Mehr als 100 Mal rückten sie aus, um Erste Hilfe zu leisten. Allein in der Neujahrsnacht drei Mal.

Um 14 Uhr waren die 22 Schwimmer am Rufer-Platz erschienen, hatten sich dann an der Uferkante der Promenade aufgestellt und waren ins Wasser gestiegen. Schutzanzüge sorgten dafür, dass sie erstens nicht direkt mit dem Elbwasser in Kontakt kamen, und dass sie zweitens nicht allzu sehr auskühlten. Am Ziel gab es dann heiße Getränke und Erbsensuppe – für Schwimmer und Zuschauer.

„Ich habe mich gut aufgehoben gefühlt. Ein tolles Erlebnis, mit ganz neuem Blick auf die Stadt“, resümierte Thiede sein Neujahrsbad. DLRG-Taucher Kurt Postier wünschte sich, dass auch Geesthachts Bürgermeister Volker Manow mal mitmacht.

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