Stapellauf

Bei "Dettmer Tank 179" war eine Schraube zu fest

Lauenburg (tja). Mit einer riesigen Welle, die das Heck vor sich her schob, rauschte gestern das neue Tankschiff "Dettmer Tank179" rückwärts aus der Schiffbauhalle der Hitzler-Werft in die Elbe. Zahlreiche Schaulustige verfolgten vom Dreiländereck, in der Halle und vom Lösch- und Ladeplatz aus das Spektakel.

Zwölf Minuten später als geplant glitt der 100 Meter lange Tanker auf dem Helgen sicher ins Wasser. "Eine Schraube hat uns ein paar Schwierigkeiten bereitet, weil sie sich nicht lösen ließ. Aber es war ja ein Stapellauf und keine Zugfahrt, da darf so eine kleine Verspätung schon einmal vorkommen", sagte Werner Büker, technischer Leiter der Werft.

Die Lauenburger Werftmitarbeiter sind mit ihren Arbeiten an dem modernen Doppelhüllentanker jetzt durch. Seit dem Frühsommer hatten sie an dem Schiff der Bremer Dettmer-Reederei gearbeitet. Ein baugleiches Schiff war im Sommer vom Stapel gelaufen. "Jetzt finden noch Erprobungsfahrten statt, vermutlich Anfang des neuen Jahres wird der Tanker dann nach Hamburg überführt", berichtet Büker. Im Hafen der Hansestadt soll das Schiff mit einer Ladekapazität von gut 1800 Tonnen Kraftstoff künftig für Transporte eingesetzt werden.

Für die Werft war es vorerst der letzte Neubau. "Weitere konkrete Bauaufträge haben wir bisher nicht", sagt Franz C. Hitzler. Sorgen um Arbeit brauchen sich die 50 Mitarbeiter dennoch nicht zu machen: Mit Reparaturaufträgen ist die Werft gut ausgelastet. So wird zurzeit die Zollenspieker Autofähre "Hoopter Möwe" auf Vordermann gebracht.

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