Feierliche Bekrönung

Die St.-Marien-Kirche in Worth hat wieder eine Spitze

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Dirk Schulz
Bürgermeister Uwe Schack (v. l.), Pastor Stephan Krtschil sowie Niklas Müller, Viktor Braun-Schillerwein und Calvin Müller von der Kirchenbauhütte.

Bürgermeister Uwe Schack (v. l.), Pastor Stephan Krtschil sowie Niklas Müller, Viktor Braun-Schillerwein und Calvin Müller von der Kirchenbauhütte.

Foto: Dirk Schulz

Feierliche Bekrönung in schwindelnder Höhe zum Abschluss der Sanierung des Kirchturmes, der im kommenden Jahr 200 Jahre alt wird.

Worth.  Für Pastor Stephan Krtschil ist die 1794 gebaute St.-Marien-Kirche samt dem 1824 angebauten hölzernen Kirchturm die gute Stube von Worth. Und die erstrahlt seit Freitag, 30. Juni, wieder in neuem Glanz. Mit der feierlichen Anbringung der Bekrönung, so wird die Turmspitze genannt, ist die Restaurierung des Kirchturmes abgeschlossen – pünktlich vor dessen 200. Geburtstag im kommenden Jahr. „Es ist ein besonderer Tag, auf den wir uns lange gefreut haben“, sagte Krtschil bei der offiziellen Zeremonie.

Wenig später schraubten die Zimmerleute Calvin und Niklas Müller sowie Viktor Braun-Schillerwein von der Kirchenbauhütte die Spitze samt dem schlichten Metallkreuz und einer eingebauten Zeitkapsel in 15 Meter Höhe vor den Augen der geladenen Gäste fest. Diese hatten, sofern schwindelfrei, dann auch die Chance, einen seltenen Blick auf das benachbarte Geesthacht zu werfen.

Feierliche Bekrönung der St.-Marien-Kirche

In wenigen Tagen wird dann auch noch das Ziffernblatt der Kirchturmuhr an dem frischen Lärchenholz des Turmes befestigt. Restaurator Gerold Ahrends aus Lauenburg hatte Ziffern und Zeiger zuvor neu vergoldet. „Die Ziffer eins bei diesen Uhren ist immer dicker als die anderen Ziffern, damit es symmetrischer aussieht“, erklärte Ahrends. Die Schindeln des Turmes sind derweil erneut aus Eichenholz.

Nach einer Schadensanalyse im Jahr 2018 stand fest, dass das Holz am denkmalgeschützten Gotteshaus ersetzt werden muss. Alleine konnte die mit 96 Mitgliedern kleinste Kirchengemeinde auf dem schleswig-holsteinischen Festland die Sanierung nicht stemmen.

„Bitte hilf mir!“, stand daher ab 2019 am alten Turm. Und finanziell geholfen wurde, damit die im Laufe der Jahre auf 200.000 Euro angestiegenen Kosten gedeckt werden konnten. Geld kam von offiziellen Stellen, aber zehn Prozent der Summe stammten auch von privaten Spendern. Diesen dankte Pastor Krtschil ganz besonders. Vor knapp drei Monaten hatten die Arbeiten an der St.-Marien-Kirche im 184 Einwohner zählenden Ort aus dem Amt Hohe Elbgeest begonnen.

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