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Schneller Wärme für die Neugeborenen in Geesthacht

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Vor der Tür des Kreißsaales: Miriam Jens (Leitung), Ilse Timm und Dr. Klaus von Oertzen (Chefarzt Frauenklinik/Gynäkologie und Geburtshilfe).

Vor der Tür des Kreißsaales: Miriam Jens (Leitung), Ilse Timm und Dr. Klaus von Oertzen (Chefarzt Frauenklinik/Gynäkologie und Geburtshilfe).

Foto: Dirk Palapies

Ilse Timm spendet Handtuchwärmer für das Johanniter Krankenhaus in Geesthacht. Bis jetzt sind 463 Babys geboren.

Geesthacht. Neugeborene benötigen Wärme und Kaiserschnittbabys ganz besonders. Das Verlassen des Mutterleibes ist für sie abrupt, zudem sind sie klatschnass. Bisher wurden die neue Erdenbürger im Johanniter Krankenhaus in Geesthacht schnell in Deckchen und Handtücher gehüllt, die über einer Heizung hängend auf ihren Einsatz vorbereitet wurden.

Verein spendet Handtuchwärmer für Johanniter Krankenhaus Geesthacht

Nun wird es einfacher. Ilse Timm, Vorsitzende des Vereins für das schwerkranke Kind, spendete der Geesthachter Klinik einen Handtuchwärmer aus dem medizinischen Fachhandel, der im OP-Saal des Kreißsaals aufgestellt wurde. Das erspart Laufereien, weil die angewärmten Textilien nun bei 40 Grad griffbereit im OP-Saal lagern und nicht hereingereicht werden müssen.

Gekostet hat das Gerät, das etwa den Platz eines großen Geschirrspülers beansprucht, 2754 Euro, 1000 Euro davon steuert die Bürgerstiftung Danke Geesthacht bei. Ilse Timm hat den Wärmer über Intermed bezogen. „Ich passe immer auf, dass die Aufträge hier in Geesthacht bleiben“, sagt Ilse Timm.

"Wir haben eine Kaiserschnittquote von 22 Prozent"

„Wärme ist so elementar“, erklärt Dr. Klaus von Oertzen, Chefarzt der Abteilung für Gynäkologie und Geburtshilfe am Johanniter. Bevorratet werden zudem Mützchen, weil viel Körperwärme über den Kopf verloren geht, sowie Decken für die Mütter, die wegen des Blutverlustes ebenfalls wärmebedürftig sind.

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463 Babys wurden in diesem Jahr bis jetzt geboren, 2020 waren es insgesamt 760. „Wir haben eine Kaiserschnittquote von 22 Prozent, bundesweit sind es 30 Prozent“, sagt Dr. von Oertzen. Darauf ist er stolz. „Das ist hier bei uns kein soziales Zeichen. Das liegt daran, dass wir ein gutes Team haben und gute Angebote und Beratung machen.“ Kaiserschnitt-Babys haben ein erhöhtes Risiko für Asthma, zeigen Studien. „Wir sind als babyfreundliche Klinik zertifiziert“, ergänzt die Leitende Hebamme Miriam Jens. Und falls es an etwas mangelt: „Ich kann noch weitere Wünsche erfüllen“, verspricht Ilse Timm.

( pal )

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