Bio-Boom

Viele Hofläden im Herzogtum erweitern ihr Sortiment

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Frauke Maaß
Peter Buhk bietet in seinem Geesthachter Hofladen seit Kurzem auch Weizenmehl aus eigenem Anbau an. Im Herbst folgen Dinkel- und Roggenmehl, kündigt er an.

Peter Buhk bietet in seinem Geesthachter Hofladen seit Kurzem auch Weizenmehl aus eigenem Anbau an. Im Herbst folgen Dinkel- und Roggenmehl, kündigt er an.

Foto: Frauke Maaß / BGZ

Nur Obst und Gemüse? Das war einmal. Heute bieten die Hofläden eine große Auswahl an naturbelassenen Nahrungsmitteln aus der Region.

Geesthacht.  Spargel hat Hochsaison – aber die Hofläden im Herzogtum Lauenburg bieten noch viel mehr: von Obst und Gemüse über Fleisch- und Wurstspezialitäten bis hin zu hausgemachten Marmeladen oder Fruchtweinen. Und die Sortimente wachsen. Grund ist der Bio-Boom, der immer noch anhält. Wo gibt es was? Ein Überblick:


Landhof Buhk
in Geesthacht liegt direkt am Ortsausgang Richtung Bergedorf an der B 404. Peter Buhk bietet unter anderem Pflanzen, Obst und Gemüse, Fruchtweine, Spargel – auch wenn es wegen der niedrigen Temperaturen noch immer kein heimischer ist sowie Eier. Ganz neu im Angebot ist Weizenmehl aus eigenem Anbau. „Im Herbst kommen noch Dinkel- und Roggenmehl dazu“, kündigt der 61-Jährige an. „Ich kann jedem Kunden genau sagen, woher meine Lebensmittel kommen“, sagt Buhk. Und genau das sei für viele Menschen in der Pandemie wichtig geworden.

Landhof Buhk, Besenhorst 34, 21502 Geesthacht, Montag bis Freitag 10 bis 18 Uhr, Sonnabend von 9 bis 13 Uhr.


Wer den Hofladen von Familie Schultz in Worth betritt, steht mitten in der ehemaligen Eingangshalle

des Bauernhofs, in dem 1783 das erste Handelshaus im Dorf öffnete. Heute verkauft hier Sandra Schultz Nahrungsmittel, die zum größten Teil aus eigenem Anbau stammen. Aktuell ist Spargel von den eigenen Feldern am meisten gefragt. Aber auch das Rindfleisch der Angusrinder und weiß-blauen Belgier findet viele Abnehmer. Ganz neu dabei: Leberwurst aus Rindfleisch – eher ungewöhnlich, soll aber hervorragend schmecken.

Spargelhof Schultz, Dorfstraße 13, 21502 Worth, täglich von 9 bis 18 Uhr.


Seit November gibt es den Verkaufsautomaten in Hamwarde. Hinter den 32 gläsernen Türen warten Kartoffeln, Eier und Zwiebeln auf Kunden. „Bis zur neuen Ernte bieten wir nur Bamberger und Belana“, sagt Inhaberin Heike Knoop. Dreimal täglich füllt sie die Fächer nach. Daran merkt sie, wie viel mehr Menschen bewusster einkaufen. Sie beobachtet, dass Kunden experimentierfreudiger werden. „Auch rote Kartoffeln werden getestet und von vielen für gut befunden“, sagte Heike Knoop schmunzelnd.

Verkaufsautomat Hamwarde, Bushaltestelle „Dorfstraße“, Montag bis Freitag von 6 bis 22, am Wochenende von 8 bis 22 Uhr.


Wer auf der Suche nach frischem Spargel samt Beiwerk wie Kartoffeln und Schinken ist, wird auf dem Spargelhof Ehing fündig. Stefanie Fielhauer bietet nicht nur die weißen Stangen, sondern für Feinschmecker auch grünen und violetten Spargel an. Ausgesuchte Weine für das Festessen runden das Angebot ab.

Spargelhof Ehing, Steindamm 12, 21483 Basedow, täglich von 8.30 bis 18 Uhr.


Nicht nur Spargel hat jetzt Saison, auch Rhabarber, ein Stielgemüse. Ganz frische Stangen vom eigenen Feld zur eigenen Verarbeitung gibt es im Müssener Hofladen – oder fertige Produkte nach eigenem Rezept. „Wir bieten Rhabarbersaft, Likör sowie Sirup an“, sagt Sybille Busacker. Darüber hinaus finden Kunden im Hofladen Marmeladen, Säfte, frische Eier und Kartoffeln aus eigener Ernte. Der Müssener Spargel braucht hingegen noch ein wenig mehr Wärme.

Müssener Hofladen, Schwarzenbecker Str. 1, 21516 Müssen, Montag bis Freitag von 8 bis 12.30 und 14.30 bis 18 Uhr, Sonnabend von 8 bis 12.30, Sonn- und Feiertags ab 2. Mai auch 8 bis 12.30 Uhr.

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