Landkreis Harburg

Niedersachsen fördert Ausbau des Radverkehrs

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Rolf Zamponi
Im Sommer war Niedersachsens Innenminister Bernd Althusmann mit dem adfc selbst auf Radtour im Landkreis Harburg (Archivbild).

Im Sommer war Niedersachsens Innenminister Bernd Althusmann mit dem adfc selbst auf Radtour im Landkreis Harburg (Archivbild).

Das Land unterstützt vier Straßenbauprojekte im Landkreis Harburg. Immer wichtiger wird der Neu- und Ausbau von Radwegen.

Landkreis Harburg. Der Landkreis Harburg wird bei vier Projekten von einer Förderung des Landes profitieren. Der höchste Zuschlag von insgesamt knapp 1,3 Millionen Euro fließt dabei für ein Projekt in Todtglüsingen. Dort soll für gut 2,2 Millionen Euro die Ortsdurchfahrt ausgebaut werden. Das geht aus dem jetzt vom dem Ministerium vorgelegten Programm zur Verbesserung der Verkehrsinfrastruktur in den Landkreisen, Städten und Gemeinden hervor.

„Auch im nächsten Jahr stehen wieder 75 Millionen Euro im Landeshaushalt bereit, mit denen wir kommunale Straßen- und Radwegevorhaben in Niedersachsen mit bis zu 75 Prozent der zuwendungsfähigen Kosten fördern. Trotz schwieriger Rahmenbedingungen infolge der Corona-Pandemie können wir diese wichtigen Leistungen für die Landkreise, Städte und Gemeinden in gewohnter Höhe sicherstellen. Alle von den Kommunen eingereichten Förderanträge konnten positiv beschieden werden", sagte Niedersachsens Verkehrsminister Bernd Althusmann, der auch regionaler CDU-Landtagsabgeordneter ist.

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17 Radwegeprojekte sind vorgesehen

Neben dem Projekt in Todtglüsingen, bei dem die ersten Fördergelder von 600.000 Euro bereits 2021 fließen, erhält der Kreis 452.000 Euro für den Umbau der Kreuzung K20/K74 (Ehestorfer Weg) zu einem Kreisverkehr. Bei dem nach Landesangaben mit gut 7,5 Millionen Euro veranschlagten Projekt können nach dem Niedersächsischen Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz nur für einen Teilbereich Zuwendungen gezahlt werden. Die Stadt Winsen erhält Mittel für die technische Sicherung von zwei Bahnübergängen. An der Eckermannstraße sind es 52.000 Euro, an der Dorotheenstraße 49.000 Euro. Der größte Teil der Summen fließt ebenfalls 2021.


Insgesamt werden 79 neue kommunale Bauvorhaben 2021 mit Landeszuschüssen gefördert. Überwiegend handelt es sich dabei um den Ausbau und die Erneuerung kommunaler Straßen einschließlich mehrerer Ortsdurchfahrten mit Gesamtinvestitionen zwischen einigen hundert Tausend und mehreren Millionen Euro. Immer größere Bedeutung erlange, so das Ministerium weiter, der Neu- und Ausbau sowie die Erneuerung von Radwegen. Jetzt sind 17 Radwegprojekte vorgesehen.

Finanzielle Unterstützung für den Ausbau des Radverkehrs

Das Niedersächsische Gemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz ermöglicht die finanzielle Unterstützung kommunaler Bauvorhaben, die den Neubau oder den verkehrsgerechten Ausbau von verkehrswichtigen Straßen einschließlich Ortsdurchfahrten und Brücken und die kommunalen Radwege betreffen. Beim verkehrsgerechten Ausbau vorhandener Straßen steht vor allem die Verkehrssicherheit für Fußgänger sowie Radfahrer im Fokus.

Darüber hinaus können weitere Vorhaben zur Förderung des Radverkehrs bezuschusst werden - ebenso Ampelanlagen, Kreisverkehrsplätze, Maßnahmen zur Beseitigung von Unfallschwerpunkten, zur Schulwegsicherung und zur Verkehrssteuerung sowie Nebenanlagen und die technische Sicherung von Bahnübergängen.