Sonderausstellung

Modelle aus 400.000 Bausteinen im Freilichtmuseum zu sehen

Die Lego-Sonderausstellung wurd zurzeit im Freilichtmuseum am  Kiekeberg aufgebaut.

Die Lego-Sonderausstellung wurd zurzeit im Freilichtmuseum am  Kiekeberg aufgebaut.

Foto: FLMK

Freilichtmuseum am Kiekeberg arbeitet an neuer Lego-Sonderausstellung „Bauklötze staunen “. Zu sehen ist sie bis zum 28. Februar.

Rosengarten.  Das Freilichtmuseum am Kiekeberg arbeitet hinter geschlossenen Türen weiter an seiner Sonderausstellung „Bauklötze staunen. LEGO® Architektur“. Mitglieder des Stein Hanse e.V. bauen auf 230 Quadratmetern auf, darunter viele Eigenkreationen sowie Aufbauten aus den 60er- bis 80er-Jahren. Nach Wiederöffnung des Museums soll die Ausstellung bis 28. Februar 2021 laufen. Der Besuch findet unter genehmigten Abstands- und Hygieneregeln statt. Der Eintritt für Erwachsene kostet 9 Euro, für Besucher unter 18 Jahren ist er frei.

„Ein leeres Museum ist nicht schön, aber bei uns geht die Arbeit weiter: Mit 400.000 LEGO-Steinen zeigen wir 60 Jahre Spielerfahrung von drei Generationen“, erklärt Museumsdirektor Stefan Zimmermann. Kurator Chris Stölting ergänzt: „Die Hälfte wurde allein in den großen Mosaiken Elbphilharmonie und Michel verbaut, der Rest in den zwölf Themenwelten. In den Modellen geht es um Filme wie Star Wars, Herr der Ringe und Harry Potter, um Architektur wie die Kunsthochschule, das Capitol und eine LEGO-Stadt sowie um detailgetreue Fahrzeuge.

Das Modell ‚Die Kunsthochschule‘ baute Bernd Timm drei Monate lang mit 40.000 Steinen. ‚Das US Capitol‘ umfasste 400 Stunden Planung und Bauzeit von Peter Ragosch. Julia Quast baute zwei Wochen mit ihrer Familie den Flohmarktfund ‚Fabuland‘, eine LEGO-Serie von 1979 bis 1989. Da steckt viel Herzblut drin.“ Die Sonderausstellung informiert außerdem über die Unternehmensgeschichte und Bausteinentwicklung, über nachhaltige Materialkonzepte und Kritik am Spielzeughersteller.

Der Stein Hanse e.V. hat aktuell 350 Mitglieder

Im November setzt Stein Hanse e.V. Mitbegründer Martin Horn in der Ausstellung die letzten Steine ein und freut sich über die Schaulandschaften, die seine Vereinskollegen aufgebaut haben: „Aus LEGO kann man alles bauen. Wir erzählen den Besuchern auch die Geschichten zu unseren Modellen. Es freut uns, wenn der ein oder andere Inspirationen zum eigenen Bauen findet und die Spielkultur fortsetzt.“

Für Martin Horn bedeutet sein Hobby entspannen, kreativ sein und Positives in Gemeinschaft erleben. Wie viele kennt er LEGO aus seiner Kindheit und widmete sich später mit den eigenen Kindern wieder dem Thema. „Nach einem Kinobesuch mit meinem Sohn beschlossen wir ‚Lummerland‘ zu bauen. Seit zwei Jahren bauen wir Berge und Häuser auf die Insel, eine Fotovorlage haben wir von der Produktionsfirma erhalten. Wenn es fertig ist, werde ich es aufbewahren“, sagt Martin Horn stolz.

Der Stein Hanse e.V. wurde 2018 gegründet und hat aktuell 350 Mitglieder. Die Vereinsmitglieder nennen sich „Adult Fans of LEGO“ (AFOLs); im Verein sind Frauen und Männer zwischen 2 und 86 Jahren, oft sind die Kinder dabei. Die Sonderausstellung „Bauklötze staunen. LEGO® Architektur“ ergänzt die Kiekeberger Dauerausstellung „Spielwelten“, die nebenan zu sehen ist.

Als einzige Ausstellung in Deutschland legt „Spielwelten“ einen Schwerpunkt auf die rasante Entwicklung in der Spielzeugkultur zwischen 1950 und 1980. Mehr als 2.000 Exponate, zahlreiche Mitmachangebote sowie Medienstationen laden die Besucher auf 650 qm zu einer Zeitreise in die vergangene Kindheit ein.