Leukämie

Kaya (15) hat den Kampf verloren

Kaya mit ihrer Mutter Berenike – und einem Lächeln, das hoffentlich in Erinnerung bleibt

Kaya mit ihrer Mutter Berenike – und einem Lächeln, das hoffentlich in Erinnerung bleibt

Foto: privat / HA

Schwerer Schicksalsschlag für Familie aus Scharmbeck: Nach dem dritten Rückfall reichte die Kraft nicht mehr.

Winsen.  Kaya aus Scharmbeck war gerade mal zehn Jahre alt, als die Ärzte bei ihr Leukämie diagnostizierten. Am Donnerstag vergangener Woche hat sie den Kampf gegen die Krankheit verloren.

Das Schicksal des Mädchens hat viele berührt und dazu bewogen zu helfen: ob bei einer Typisierungsaktion in Pattensen oder mit Geldspenden. Die Aktionsgruppe „Kaya will leben“, zu der sich Familie, Freunde und Nachbarn zusammengeschlossen haben, hat eigens eines gleichnamige Seite auf Facebook eingerichtet. Dass das Ende bevorstand, war dort Anfang März öffentlich gemacht worden. „Fast auf den Tag fünf Jahre nach der Erstdiagnose kam Ende Januar der dritte Rückfall“, stand da. Und weiter: „Kaya (15), diese Kämpfernatur, die schon immer wusste, was sie wollte und was nicht, lehnt alle weiteren Therapieversuche ab.“

Trauerfeier am Freitag in Pattensen

Der nächste Eintrag ist vom Sonnabend: „Am Donnerstagabend ist Kaya friedlich (. . .) gegangen, als sie zuhause in den Armen ihrer Eltern lag.“ Menschen, die Kaya und ihrer Familie während der gesamten Zeit zur Seite standen, sagen, das Ende sei für Kaya, die Kämpferin, eine Erlösung gewesen.

Auf der Facebook-Seite ist auch der Hinweis vermerkt, dass die Trauerfeier für Kaya am Freitag, 29. März, um 14 Uhr in der St. Getrud-Kirche zu Pattensen beginnt: „Es ist Kayas Wunsch, dass jeder daran teilnimmt, dem danach ist.“

Als sich Kayas Ende unwiderruflich abzeichnete, hatte die Aktionsgruppe in Anlehnung an eine Liedzeile der Punkband „Die Toten Hosen“ geschrieben: „An Tagen wie diesen wünscht man sich Unendlichkeit.“ Jetzt endet ihr Eintrag: „In unseren Herzen bleibt die Liebe und Erinnerung an eine ganz besondere Persönlichkeit.“