Harburg
Winsen

Neue Stammzellen für Kaya

Die leukämiekranke Kaya, hier mit Mutter Berenike, hat die Transplantation überstanden. Jetzt kommt es darauf an, dass ihr Körper die  Stammzellen annimmt

Die leukämiekranke Kaya, hier mit Mutter Berenike, hat die Transplantation überstanden. Jetzt kommt es darauf an, dass ihr Körper die Stammzellen annimmt

Foto: DKMS / HA

Die Transplantation der Stammzellen verlief erfolgreich. Die Familie hofft jetzt, dass es zu keiner Abwehrreaktion kommt.

Winsen.  Wenn es stimmt, dass in positiven Gedanken eine enorme Kraft steckt, dann spüren die an Leukämie erkrankte Kaya, 12, und ihre Familie aus Scharmbeck gerade jetzt einen echten Energieschub: Auf der Facebookseite „Kaya will leben“ löste die Nachricht, dass das Mädchen in der Nacht zu Mittwoch neue Stammzellen erhalten hat und die Transplantation erfolgreich vorgenommen worden ist, gestern eine Welle des Zuspruchs aus: „Du schaffst das! Wir denken an euch! Viel Kraft!“

Reaktionen, die die große Anteilnahme am Schicksal des Mädchens widerspiegeln. Als Familie und Freunde zusammen mit der Deutschen Knochenmarkspenderdatei (DKMS) Mitte März zu einer Typisierungsaktion aufgerufen hatten, ließen sich 2800 Spender in der Grundschule Pattensen registrieren – ein überaus beeindruckendes Ergebnis, das selbst bei der DKMS in Köln für Überraschung sorgte.

Nur zwei Wochen später dann die gute Nachricht, dass eine passende Spenderin, eine junge Polin, gefunden werden konnte. Kaya kam deshalb wieder ins Krankenhaus, musste sich zur Vorbereitung der Transplantation in der Uniklinik Eppendorf einer mehrtägigen Intensiv-Chemotherapie unterziehen.

Einem penibel abgestimmten Zeitplan folgend, wurden die Stammzellen mit einer Maschine der Lufthansa nach Hamburg geflogen und noch in der Nacht zu Mittwoch transplantiert – ein weiterer Riesenschritt für Kaya in Richtung eines gesunden Lebens. Bis fest steht, ob ihr Körper die neuen Zellen auch annimmt, kann allerdings noch einige Zeit vergehen: „Das kann bis zu neun Wochen dauern“, sagte gestern ihre Großmutter Gaby Jähnke.

Gute Gedanken kann es also gar nicht genug geben.