"Gorch Fock"

Großsegler wird heute mit Salutschüssen in Kiel begrüßt

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Dorothea Benedikt
Die "Gorch Fock" wurde in Wilhelmshaven an die Marine übergeben.

Die "Gorch Fock" wurde in Wilhelmshaven an die Marine übergeben.

Foto: Sina Schuldt / dpa

Das Segelschulschiff der Marine kehrt nach fast sechsjähriger Sanierung zurück in den Heimathafen. Das ist das Programm.

Kiel. Die "Gorch Fock" kehrt nach fast sechs Jahren in ihren Heimathafen zurück. Nach der Generalüberholung in Werften wird das Segelschulschiff am Montag in Kiel erwartet. Der traditionsreiche Segler mit seiner 120-köpfigen Besatzung soll feierlich von Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU), dem Inspekteur der Marine, Vizeadmiral Kay-Achim Schönbach, und Familienangehörigen am dortigen Marinestützpunkt empfangen werden.

Die „Gorch Fock“ wurde nach fast sechsjährigen Instandsetzungsarbeiten am Donnerstag im Marinestützpunkt in Wilhelmshaven offiziell an die Seestreitkräfte übergeben und machte sich anschließend auf den Weg nach Kiel.

"Gorch Fock" wird von zwei Minenjagdbooten begleitet

Das Segelschulschiff wird zunächst die Eckernförder Bucht anlaufen. Dort werden Annegret Kramp-Karrenbauer, sowie der Inspekteur der Marine an Bord gehen, um die Besatzung die letzten Seemeilen nach Kiel zu begleiten. Gegen Mittag wird die „Gorch Fock“ Laboe passieren und danach in die Kieler Förde einlaufen. Dabei wird sie von zwei Minenjagdbooten der Marine begleitet.

Laut Bundeswehr wir das Schiff auf Höhe des Marinestützpunktes in Kiel mit Salutschüssen begrüßt. Danach geht es weiter Richtung Innenförde. Etwa auf Höhe des Landeshauses wird die Bark dann drehen, um anschließend ihren Stamm-Liegeplatz im Marinestützpunkt anzulaufen.

Erwartet wird sie dort von den Familien und Freunden der Besatzung. Zudem sind geladene Gäste dabei, die die Bark mit der Albatros-Galionsfigur nach der Generalüberholung begrüßen.

"Gorch Fock" ist seit 1959 im Einsatz

Ende 2015 waren bei Überprüfungen des 1959 in Dienst gestellten Segelschulschiffs schwere Schäden festgestellt worden, die aufwändige Sanierungsarbeiten erforderlich machten. Diese sorgten vor allem wegen drastischer Kostensteigerungen für Wirbel. Die Kosten für die Sanierung waren in den vergangenen Jahren von zunächst zehn auf 135 Millionen Euro gestiegen.

Dazu kamen noch massive Verzögerung und Korruptionsverdacht bei der ursprünglich mit der Sanierung beauftragten Werft, die pleite ging. Die Bremer Lürssen-Werft übernahm das insolvente Unternehmen und führte die Arbeiten an der „Gorch Fock“ zu Ende.

"Gorch Fock" steuert Teneriffa an

Doch damit riss die Pannenserie bei der "Gorch Fock" nicht ab. Bei der Probefahrt Anfang September trat ein Defekt im Dieselmotor auf. Die Folge: Das Segelschiff musste nach kurzer Fahrt abgeschleppt werden. Nun ist der Fehler behoben und die "Gorch Fock" wieder einsatzbereit.

So wird der Besatzung nach der Heimkehr auch keine große Pause zuteil. Nach wenigen Tagen im Heimathafen startet eine vierwöchige Ausbildungsfahrt, die größtenteils in der Ostsee absolviert wird.

Danach geht zur Kanareninsel Teneriffa. "Von dort aus steht ein intensives Segeltraining auf dem Programm. In diesen Breiten ist die Wettersituation generell besser kalkulierbarer und insgesamt deutlich stabiler als in den heimischen Gewässern, was für das Segeltraining von großem Vorteil ist", heißt es von der Bundeswehr. Im März 2022 wird die „Gorch Fock“ dann wieder im Heimathafen Kiel zurückerwartet.

( mit Material von AFP und dpa )

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