Schleswig-Holstein

Streckensperrung: Pinneberger Bahnhof wird zum Nadelöhr

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So sah es am Montagvormittag auf dem Bahnsteig in Pinneberg aus.

So sah es am Montagvormittag auf dem Bahnsteig in Pinneberg aus.

Foto: Nico Binde

Nachdem Waggons eines Bauzuges entgleist sind, ist die Strecke Hamburg–Pinneberg gesperrt. Pendler und Urlauber genervt.

Hamburg/Pinneberg. Chaos auf dem Pinneberger Bahnhof: Weil die Strecke Hamburg–Eidelstedt–Pinneberg nach der Entgleisung eines Bauzuges in Halstenbek gesperrt ist, entwickelt sich der Bahnhof zum Nadelöhr. Hier müssen die Reisenden von der S-Bahn auf die Nordbahn umsteigen und umgekehrt, um den gesperrten Abschnitt zu umgehen. Zwar fahren seit Montag morgen auch zusätzlich Züge der S 21 bis Pinneberg. Doch eine große Entlastung bringt das anscheinend nicht: Auf den Bahnsteigen warten Reisende dicht gedrängt auf ihre Anschlusszüge.

Von der Streckensperrung sind vor allem Züge des Fernverkehrs zwischen Kiel Hauptbahnhof, Flensburg, Westerland (Sylt), Neumünster und Hamburg Hauptbahnhof betroffen. Diese fallen teilweise aus oder werden über Bad Oldesloe umgeleitet. Ebenfalls von der Störung betroffen sind die Züge des Regionalverkehrs Hamburg und Pinneberg beziehungsweise Elmshorn. Ein entsprechender Ersatzverkehr mit Bussen wurde eingerichtet.

Verspätungen auf der S-Bahn-Linie nach Pinneberg

Erschwerend hinzu kam am Montagmorgen noch, dass es auf den Linien S3 und S31 durch einen Stromausfall und einen Feuerwehreinsatz zu Verspätungen kam. Mehrere Luftballons hatten sich in einer Hochspannungsleitung in Wilstorf verfangen. Die Ballons hatten unter anderem in Wilstorf, Rönneburg, Neuland, Sinstorf für wenige Minuten für einen Stromausfall gesorgt, wie eine Sprecherin von Stromnetz Hamburg am Montag in Hamburg sagte.

An der 110-kV-Leitung hänge auch die S-Bahn. Deshalb sei auch dort der Strom für einige Minuten weg gewesen. Der Deutschen Bahn zufolge war deshalb zeitweise kein Betrieb der S3 sowie der S31 im Bereich Harburg möglich.

Zudem hatte es im Citytunnel auf Höhe Reeperbahn/Landungsbrücken einen Feuerwehreinsatz gegeben. „Wir haben feststellen müssen, dass es wegen eines Stromausfalls zu einer Störung der Meldeanlage kam“, sagte ein Feuerwehrsprecher dazu. Auch dort konnte der Einsatz nach wenigen Minuten beendet werden. Wegen des kurzzeitigen Stillstands der S3 und der S31 waren der Bahn zufolge Folgeverspätungen auf allen Linien möglich.

Am Mittwoch soll ein Gleis wieder freigegeben werden

Die Sperrung der Bahnstrecke wird voraussichtlich noch bis Mittwochmorgen andauern. Wie eine Sprecherin der Deutschen Bahn am Montagmorgen mitteilte, konnten die Reparaturen noch nicht abgeschlossen werden. Auch in den nächsten Tagen komme es zu Beeinträchtigungen im Regional- und Fernverkehr, teilte die Deutsche Bahn auf ihrer Webseite mit.

„Unsere Techniker sind vor Ort und arbeiten mit Hochdruck an der Störungsbeseitigung.“ Am Mittag teilte ein Bahnsprecher auf Anfrage mit, dass am Mittwoch voraussichtlich zunächst ein Gleis wieder freigegeben werde.

( cw/nib/dpa )

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