Tourismus

Dieser Ort ist das neue Urlaubs-Hoch in Norddeutschland

Das „Glückselig“-Strandrestaurant und die „Glück in Sicht“ Ostseelodge liegen in Glücksburg an der Ostsee.

Das „Glückselig“-Strandrestaurant und die „Glück in Sicht“ Ostseelodge liegen in Glücksburg an der Ostsee.

Foto: Glück in Sicht Ostseelodge/Zuder/Flak

Die Flensburger Förde lockt mit Luxus-Ferienhäusern, Gourmetlokalen und Designhotels immer mehr Touristen an.

Glücksburg. Für den komfortablen Urlaub an der Flensburger Förde putzt sich das „Glück in Sicht“ mit den 26 Luxus-Ostseelodges in Glücksburg weiter heraus: Die Anlage mit den noblen Lodges wurde um weitere Ferienapartments erweitert, und mit dem neuen Strandrestaurant „Glückselig“ gibt es nun auch noch qualitativ hochwertige Gastronomie mit Meerblick. Nicht das einzige Beispiel dafür, wie sich die Flensburger Förde vom 70er-Jahre-Mief befreit.

Direkt am Naturstrand, auf einem bewaldeten 50.000 Quadratmeter großen Grundstück, liegen die schicken Stelzenhäuser mit der hochwertigen skandinavischen Einrichtung eingebettet in die Natur. Die Fensterfronten der Lodges sind riesig und bieten direkten Meerblick. Wer es puristisch-modern mag, ist hier genau richtig.

Konzept der Lodges geht auf

Das Konzept des Hamburger Ehepaars Yvonne und Christoph Koeppen, die die Lodges vor einigen Jahren eröffnet haben, scheint aufzugehen. „Wir sind sehr gut ausgelastet, und die Nachfrage ist riesig. Wir haben in der kurzen Zeit seit unserer Eröffnung schon eine sehr hohe Zahl an Stammgästen, die uns teilweise drei- bis vier-mal pro Jahr besuchen. Für die Sommersaison haben wir noch geringe Restkapazitäten, und auch in der Nebensaison haben wir noch Lodges verfügbar“, sagt Yvonne Koeppen.

Mit dem Konzept der Lodges wollte das Ehepaar etwas Neues schaffen. „Gerade bei Urlauben an der Ostsee und Nordsee, wo das Wetter auch mal durchmischt sein kann, war es uns wichtig, einen Ort zu schaffen, an dem man viel Zeit verbringen, zur Ruhe kommen und entspannen kann, und zwar bei jedem Wetter“, sagt Yvonne Koeppen. 16 Lodges haben eine eigene Sauna. Die größte Lodge hat 210 Qua­dratmeter groß, die kleineren jeweils 43 Quadratmeter.

Riesige Panoramascheiben

Koeppen: „Man kann aus den riesigen Panoramascheiben die Ostsee, die herrliche Landschaft und den alten Baumbestand genießen.“ Immer mehr Gäste kämen bevorzugt in der Nebensaison, auch gerade, um die Therme mit großem Spabereich in Glücksburg zu genießen und das Wasserschloss in Glücksburg zu besichtigen. Mit dem neuen Restaurant direkt am Wasser bieten die Ostseelodges nun auch eine hochwertige Küche.

Philipp Gostmann leitet das neue Restaurant „Glückselig“. Küchenchef ist sein Bruder Christian Gostmann, der bereits bei Tim Mälzer in Hamburg und Schuhbeck in München kochen konnte. Beide sind aus Hamburg in den hohen Norden gezogen, um dort das Konzept „hochwertige norddeutsche Küche neu interpretiert“ umzusetzen. Damit ergänzt das „Glückselig“ die hochwertige Gastronomie, zu dem auch das Gourmetrestaurant Meierei im Vitalhotel Alter Meierhof gehört.

Mutige Investoren

Christoph Koeppen kommt aus dem Bereich der erneuerbaren Energien, Yvonne Koeppen aus dem Printmedienbereich. „Die Projekte ,Glück in Sicht‘ und ,Glückselig‘ sind ein großer Traum von uns gewesen, den wir über die letzten fünf Jahre in die Realität umgesetzt und nun zum Abschluss gebracht haben.“

Moderne Ferienanlagen wie die Ostseelodges begeistern auch Gorm Casper, Geschäftsführer der Tourismus-Agentur Flensburger Förde. „Die anderen Ostseeorte hatten diese Entwicklung längst, nun ist sie endlich auch bei uns angekommen.“ Er meint damit einerseits den Mut von Investoren, in neue Hotels zu investieren. Andererseits müssten auch alte Häuser mitziehen und modernisieren.

Flensburger Förde wird immer beliebter

In Glücksburg wurde neben den Ostseelodges auch das Ostseestrandhaus Holnis vor drei Jahren neu- und im vergangenen Jahr das Intermar wiedereröffnet. Das Ostseestrandhaus mit seinen 17 Zimmern liegt direkt am Kurstrand. Wer in dem Designhotel übernachtet (Doppelzimmer ab 99 Euro), hat von der Zimmersauna aus einen Blick auf das Meer. „Diese neuen Hotels sind ein Glück für uns“, so Casper. Denn zwischen 1996 und 2017 herrschte in der Region in Sachen Hotelneubau praktisch Stillstand. Aber auch Traditionshäuser wie das Strandhotel Glücksburg sind ebenfalls sehr gut gebucht.

Auch wenn die Region rund um Glücksburg und Flensburg noch nicht so bekannt ist wie andere Ostseeorte: Die Flensburger Förde wird immer beliebter. Die Übernachtungszahlen sind zuletzt um 7,6 Prozent gestiegen, das sind 645.857 Übernachtungen in den gewerblichen Herbergen.

Weitere neue Hotels sind geplant

Die zwölf Flensburger Beherbergungsbetriebe mit 25 und mehr Gästezimmern sind zu fast 75 Prozent ausgelastet – das ist die landesweit höchste Quote. In der Region gibt es insgesamt rund 4150 Betten bei gewerblichen Vermietern. Und weitere neue Hotels sind geplant: Im April geht das „James“ im Flensburger Hafenviertel Sonwik an den Start. Ein Familienhotel mit großem Wellnessbereich. „Das ist für uns eine hochwertige Besetzung einer Nische“, sagt Gorm Casper.

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In den kommenden Jahren soll noch ein Steigenberger Intercity Hotel hinzukommen. Die Neueröffnung wird frühestens im Jahr 2021 sein: „Das neue Tagungshotel am Rathaus wird die Nische des Tagungs- und Konferenztourismus insbesondere aus dem dänischen Markt stark besetzen können“, so Casper. Auch ein Boutique­hotel in Hafennähe soll das Angebot in Flensburg erweitern. „Es wird ein kleines Haus mit innovativem Fokus.“