Streit mit 92-Jährigem

Tim Wiese von Amtsgericht Bremen schuldig gesprochen

Tim Wiese am Donnerstag im Bremer Amtsgericht neben seinem Anwalt Oliver Credo.

Tim Wiese am Donnerstag im Bremer Amtsgericht neben seinem Anwalt Oliver Credo.

Foto: dpa

Früherer Werder-Torhüter hat sich mit einem gehbehinderten Rentner um Parkplatz gezofft. Wiese kommentierte das Urteil süffisant.

Bremen. Der ehemalige Fußball-Nationaltorhüter Tim Wiese (u.a. Werder Bremen) kommt ein Parkplatzstreit mit einem 92 Jahre alten Mann teuer zu stehen. Das Amtsgericht Bremen verurteilte den 37-Jährigen am Donnerstag zu einer Geldstrafe in Höhe von 25.000 Euro. Es handelte sich um 25 Tagessätze à 1000 Euro, bestätigte Sprecherin Cosima Freter auf Anfrage.

Wiese soll im Mai 2018 seinen Lamborghini ohne Berechtigung auf einem ausgewiesenen Behindertenparkplatz vor einem Elektrofachmarkt abgestellt haben, woraufhin es zu einem Streitgespräch gekommen sein soll. Wiese soll "alter Sack" oder "müder Sack" zu dem gehbehinderten Rentner gesagt haben, dies bestritt der langjährige Bundesligatorwart vor Gericht jedoch.

Wiese reagiert auf Urteil süffisant

Auch der 92-Jährige, der Wiese im vergangenen Jahr angezeigt hatte, sagte als Zeuge aus. Welche der beiden Äußerungen genau fiel, sei laut Gericht jedoch nicht mehr festzustellen.

"Bremen ist ein armer Stadtstaat, offenbar wollen sie sich auf diese Art das Geld von den Bürgern holen. Für mich ist das reine Geldmacherei", sagte Wiese dem Weserkurier nach der Verkündung des noch nicht rechtskräftigen Urteils und kündigte Berufung an.