Fußball

Durchsuchungen bei Ultras und Hooligans nach Krawallen

Mainzer Ultras zünden Pyrotechnik im Fanblock (Archivbild)

Mainzer Ultras zünden Pyrotechnik im Fanblock (Archivbild)

Foto: picture alliance

Nach einer Massenschlägerei im Steintorviertel durchsucht die Polizei seit Freitagmorgen fast 40 Objekte in drei Bundesländern.

Bremen/Hamburg. Die Polizei durchsucht seit dem frühen Freitagmorgen Objekte in drei Bundesländern im Zusammenhang mit Ausschreitungen rund um das Bundesliga-Spiel des SV Werder Bremen gegen Mainz 05. Die 39 Wohnungen und Geschäftsräume in Bremen, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen seien im Rahmen intensiver Ermittlungen zu Ausschreitungen nach dem Fußballspiel ausgewählt worden.

Am 16. Dezember vergangenen Jahres war es im Anschluss an das Spiel zu einer Massenschlägerei im Bremer Steintorviertel gekommen. Ein größere Anzahl von Bremer Ultras hatte eine Kneipe gestürmt, in der sich Mitglieder der Hooliganszene aufgehalten hatten. "Die gewaltbereiten Fans schlugen Scheiben ein, es flogen Tische und Stühle", sagte ein Polizeisprecher unmittelbar nach dem Vorfall.

Durchsuchungen bei Ultras und Hooligans

Die nun erfolgten Durchsuchungen richteten sich sowohl gegen Ultras als auch gegen Hooligans. Die Bremer Polizei hat eine eigene Ermittlungsgruppe eingesetzt, die die Aussschreitungen aufklären sollen. "Polizei und Staatsanwaltschaft nehmen den Fall sehr ernst. Für entsprechende Gewaltexzesse gibt es keinerlei Rechtfertigung", heißt es in einer Mitteilung der Bremer Beamten.

Die Ermittlungen, die wegen schweren Landfriedensbruchs geführt werden, dauern auch nach Abschluss der Durchsuchungen an. Welche Beweismittel sichergestellt wurden und ob es Festnahmen gegeben hat, war zunächst nicht bekannt.

( josi )

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