Cuxhaven

Schlechte Nachricht für Pendler: Aus für Fähre über die Elbe

Die Fähre am Ufer

Die Fähre am Ufer

Foto: dpa

Betreiber Elb-Link hat einen Insolvenzantrag gestellt. Die 70-minütige Querung der Elbe mit dem Schiff steht damit vor dem Aus.

Cuxhaven. Es dürfte auf absehbare Zeit keine Erleichterung für Pendler an der Elbe geben: Die Betreiber der Elbfährlinie zwischen Cuxhaven und Brunsbüttel haben einen Insolvenzantrag gestellt.

Geschäftsführer Bernd Bässmann erwartet, dass die 49 Mitarbeiter noch bis Weihnachten ihren Job verlieren werden. Er hatte Kreise und Gemeinden um ein Darlehen gebeten, aber eine Absage erhalten. Grund für die finanziellen Nöte sind Forderungen der Schiffseigner nach einer Charterrate von 8000 Euro am Tag, die nach Ansicht von Elb-Link viel zu hoch ist. Vor einigen Wochen hatten die Betreiber die Fährlinie deshalb im Oktober stillgelegt.

Die Elb-Link Fährgesellschaft reichte den Insolvenzantrag nach eigenen Angaben am Montag beim Amtsgericht in Cuxhaven ein.

Verbindung mit Tradition

Fährverbindungen zwischen Brunsbüttel und Cuxhaven gab es schon mehrfach. Zuletzt pendelte die Elbe-Ferry von 1999 bis 2001 zwischen den Hafenstädten. Ihre Schiffe waren jedoch zu alt für einen verlässlichen und rentablen Betrieb. Am 20. August 2015 nahm die Elb-Link Reederei den Betrieb auf. Die Überfahrt dauerte rund 70 Minuten.