Golftourismus

Der Norden lockt immer mehr Urlauber aufs Grün

Ein Golfer beim Abschlag auf der Anlage des Golf- und Wellnesshotels Schloß Teschow im Land Brandenburg

Ein Golfer beim Abschlag auf der Anlage des Golf- und Wellnesshotels Schloß Teschow im Land Brandenburg

Foto: dpa Picture-Alliance / DB Schloss Teschow / picture-alliance/ dpa

Die Hamburg Tourismus GmbH wirbt um Europas Golfspieler mit 66 Golfplätzen zwischen Meer und Heide.

Hamburg.  Wer leidenschaftlich Golf spielt, nimmt gerne mal weite Reisen in Kauf, um auf einem besonders schönen Platz abzuschlagen. Der Golftourismus wird von Experten deshalb auch als Markt der Zukunft bezeichnet – die Wachstumsraten sind schon jetzt beeindruckend. Hamburg und die gesamte Metropolregion wollen versuchen, auf diesem gewinnträchtigen Markt eine bedeutende Rolle zu spielen. Die Hamburg Tourismus GmbH vermarktet die Golfregion Hamburg als attraktives Reiseziel: Golfurlauber sollen anreisen, spielen, übernachten und Geld in die Kassen bringen.

Die Region rund um Hamburg ist hochattraktiv für Golfer. Hier gibt es einige der schönsten Plätze Deutschlands, einige der traditionsreichsten Clubs und eine außergewöhnliche Auswahl komfortabler Golfhotels. Wie zum Beispiel jenes gerade eröffnete Gästehaus auf dem Gelände des „Gut Kaden Golf und Land Clubs“ in Alveslohe, wo 2024 nach Möglichkeit die Teilnehmer des olympischen Golfturniers untergebracht werden sollen, wenn Hamburg den Zuschlag erhält.

Zwischen Lüneburger Heide und den beiden Meeren gibt es 66 abwechslungsreiche und größtenteils hochklassige Plätze, die für jede Spielstärke Golfvergnügen bieten. „Allein neun der 50 schönsten Plätze in Deutschland liegen in der Metropolregion Hamburg“, sagt Dietrich von Albedyll, Geschäftsführer der Hamburg Tourismus GmbH. Drei davon wurden mit dem Qualitätssiegel „Leading Golf Courses of Germany“ ausgezeichnet. Außerdem liegt der traditionsreiche Golfclub Falkenstein auf Platz eins in der Beliebtheits-Rangliste der deutschen Plätze.

Elf Golfplätze können Hotels direkt auf der Anlage bieten. Hier finden leidenschaftliche Golfspieler die perfekte Kombination aus Golf und Übernachtung: Vom Frühstückstisch direkt auf den Platz, abends vom Platz an die Bar oder ins Hotelrestaurant – das schätzen viele Golf-Touristen. Zahlreiche weitere Hotels befinden sich in unmittelbarer Nähe vieler Golfplätze.

Für Dietrich von Albedyll ist klar, dass sich die Attraktivität der Metropolregion mit der Positionierung der Golfregion Hamburg weiter erhöhen wird. Besonders wichtiges Standbein ist dabei natürlich die Stadt Hamburg: Sie gehört nach den Erkenntnissen der Hamburg Tourismus zu den zehn meistbesuchten Städte in Europa. In Deutschland nimmt Hamburg mit einer Hotelzimmerauslastung von 78 Prozent den ersten Platz ein – weit vor Berlin und München. Diese Ausgangslage erscheint dem Tourismus-Geschäftsführer als Garant für den Erfolg des Projektes Golfregion Hamburg: „Im Kern geht es darum, neue Gästepotenziale aus dem In- und Ausland für den Tages- und Übernachtungstourismus zu erschließen.“

Die Zielgruppe sind neben Deutschen vor allem Dänen und Schweden

Die Kombination aus hochwertigen golfspezifischen Angeboten und dem hohen Freizeitwert soll Gäste anlocken und sie auch dazu animieren, die verschiedenen Golfplätze in der Region zu besuchen und auszuprobieren. Die Metropolregion Hamburg hat fünf Millionen Einwohner, umfasst 19 Landkreise und kreisfreie Städte und vier Bundesländer. Wer beim Abschlag auf das Meer blicken will, kann diesen Genuss in Büsum oder Wismar haben, wer Heidschnucken liebt, kann sie beim Golfen in Bad Fallingbostel beobachten, während mitten in der Hamburger Innenstadt Europas modernste Allwetter-Driving-Range zur Verfügung steht. Es gibt also viele Möglichkeiten, in der Region seinem Hobby nachzugehen.

Christoph Lanpe, Landessportwart beim Hamburger Golfverband, setzt große Hoffnungen in das Projekt: „Die Erfolgschancen sind sehr groß. Und sollten die Olympischen Spiele nach Hamburg kommen, würde das natürlich perfekt passen.“

Angesprochen werden zunächst vor allem die 640.000 aktiven Golfer in Deutschland, aber auch Sportler aus Dänemark und Schweden. Denn die haben die Hamburger Region ohnehin schon stark im Blick.

„Viele unserer Gäste kommen aus den skandinavischen Ländern“, hat Wolfgang Mych, Geschäftsführer des Golfclubs auf Gut Kaden festgestellt. „Darunter sind auch sehr viele Spitzensportler.“

Auf der Internetseite www.Golfregion-hh.de gibt es sämtliche Informationen.