Landwirtschaft

Bio-Ei-Produzenten weisen Vorwürfe zurück

Einem „Spiegel“-Bericht zufolge sollen Millionen Eier einer Erzeugergemeinschaft illegal als Öko-Eier in den Handel gelangt sein. Dazu hat die Rostocker Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen.

Schwerin. Nach Berichten über Betrügereien mit Öko-Eiern hat die in Verdacht stehende Erzeugergemeinschaft Fürstenhof GmbH in Finkenthal (Kreis Rostock) alle Vorwürfe zurückgewiesen. „Jeder unserer Höfe in der Gemeinschaft hat die Ökoverordnung befolgt und die Richtlinien eingehalten“, hieß es auf der Internetseite der Erzeugergemeinschaft.

Das Agrarministerium in Schwerin hatte bereits im Vorjahr zusätzliche Kontrollen durch staatliche Behörden angeordnet. Es könne nicht ausgeschlossen werden, dass die betroffenen Betriebe unzureichend durch die beauftragte Überwachungsstelle geprüft wurden, sagte eine Ministeriumssprecherin am Montag. Einem „Spiegel“-Bericht zufolge sollen Millionen Eier illegal als Öko-Eier in den Handel gelangt sein. Dazu hat die Rostocker Staatsanwaltschaft Ermittlungen aufgenommen.

Die Ermittlungen gegen drei Produzenten um einen möglichen Betrug bei Bio-Eiern könnten nach Angaben der Staatsanwaltschaft Rostock in Kürze abgeschlossen sein. Es gehe um den Vorwurf, dass die Legehennen zu geringen Auslauf hatten, sagte Staatsanwalt Martin Fiedler am Montag der dpa. Wenn ein Huhn weniger als vier Quadratmeter Auslauf habe, dürften die Eier nur mit dem Herkunftszertifikat „Bodenhaltung“ verkauft werden, nicht aber als „Bio-Eier“.

Diese Flächenmaßgabe sei zwischen 10 und 30 Prozent unterschritten worden. Hintergrund sei, dass Bio-Eier wesentlich teurer verkauft werden als die aus Bodenhaltung. Zum Umfang des möglichen Betrugs machte Fiedler keine Angaben. Die Ermittlungen dauerten seit März 2013 an. Fiedler ging davon aus, dass die Missstände inzwischen beseitigt sind.