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Phosphor auf Usedom

Der Insel Usedom hat der Zweite Weltkrieg ein besonderes Munitionsproblem beschert. Im August 1943 griffen britische Bomber die damalige Heeresversuchsanstalt in Peenemünde mit Brandbomben an. Sie waren nicht sehr erfolgreich: Rund 40 Prozent der mit Phosphor gefüllten Bomben landete in der Ostsee. Dort liegen sie immer noch. Mittlerweile sind sie verrostet, der leicht entzündliche Phosphor wird herausgewaschen und brockenweise an die Strände getrieben. Die Klumpen haben eine braune Färbung und werden immer wieder für Bernstein gehalten. Im Jahr 2012 verletzten sich deshalb zwei Frauen. Sie hatten die Klumpen am Strand bei Karlshagen aufgehoben und in die Tasche gesteckt. Dort trocknete der Phosphor und entzündete sich. Die Folge: schwere Brandverletzungen an Händen und Oberschenkeln.