Filter-Förderung 2010

Farbenspiele in Niedersachsens Umweltzonen

Durch Hannovers Innenstadt dürfen nur noch Autos mit grüner Plakette fahren. Auch in Bremen und Osnabrück werden Regeln verschärft.

Hannover. Seit Neujahr hält Hannover die bundesweit schärfsten Fahrverbote für Autos mit zu hohem Abgasausstoß. Auch die Stadt Bremen beschloss strengere Fahrverbote, in Osnabrück wurde erstmals eine Umweltzone eingerichtet.

In der Innenstadt von Hannover dürfen ab sofort nur noch Autos mit einer grünen Plakette fahren. Wer keine hat, dem droht ein Bußgeld von 40 Euro und ein Punkt in Flensburg. Kontrolliert wurde die Regelung am Neujahrsmorgen in Hannover allerdings noch nicht, auf den Straßen der Landeshauptstadt Niedersachsens war es ohnehin ruhig.

In Bremen dürfen seit Neujahr keine Autos mit roter Plakette mehr fahren. In Osnabrück treten die Regelungen zur neu eingeführten Umweltzone offiziell am 4. Januar in Kraft. Dort gilt zunächst nur eine Plakettenpflicht. Alle Autos müssen mit einer roten, gelben oder grünen Vignette versehen sein. Vom kommenden Jahr an werden die Regelungen dann auch wie in Hannover und Bremen schrittweise verschärft.

Das Umweltbundesamt verteidigte die Einrichtung von Umweltzonen. „Sie schützen die Gesundheit, daran gibt es keinen Zweifel“, sagte Präsident Jochen Flasbarth der „Neuen Presse“ in Hannover. In Großstädten verursache der Straßenverkehr rund 50 Prozent der gesamten Feinstaubbelastung. „Das ist Grund genug, jede angemessene Maßnahme zu ergreifen, die diese Emissionen mindert.“ Dass Umweltzonen dazu ein effektives Mittel seien, hätten auch Gerichte mehrfach bestätigt. „Es geht immerhin um die Gesundheit vieler Menschen in belasteten Citys“, sagte Flasbarth. Deutschlandweit wird es von 2010 an in rund 40 Städten ein Fahrverbot für abgasreiche Autos geben.