Hamburg

Die Schülerin, die Chefin wurde

Hamburg. Sandy Botros ist erst seit drei Jahren in Deutschland. Die Schülerin und ihre Familie flüchteten aus dem Land Irak, weil es dort immer wieder zu Kämpfen und Gewalt kommt. Mittlerweile ist Sandy 19 Jahre alt und lebt in Hamburg. Sie spricht fließend Deutsch und geht in die elfte Klasse.

Vor Kurzem durfte sie für einen Tag den Job eines wichtigen Beamten bei den Vereinten Nationen (Uno) übernehmen. Der Mann leitet Hilfseinsätze für Flüchtlinge in aller Welt. Auch in anderen Bereichen durften sich Mädchen als Chefs ausprobieren. Das Ganze hat mit dem heutigen Welt-Mädchentag zu tun. Mit der Aktion will sich die Kinderhilfsorganisation Plan International dafür einsetzen, dass mehr Mädchen und Frauen wichtige Aufgaben übernehmen. Wir haben mit Sandy gesprochen.

Warum sollten mehr Mädchen mitentscheiden?

Sandy Botros: „Mädchen haben eine andere Sicht als Jungs. Frauen können also neue Sachen einbringen, die den Männern vielleicht gar nicht einfallen. Mädchen können sehr erfolgreich sein, wenn man ihnen die Chance dazu gibt.“

Wie war es, die Aufgaben des Beamten zu übernehmen?

„Ich habe alles gemacht, was der Mann so macht. Ich habe kleine Treffen zum Thema Flüchtlinge geleitet und ich musste erzählen, wie meine Sicht ist, was mir wichtig ist und was nicht. “

Wie war das für dich?

„Es war auf jeden Fall sehr stressig und anstrengend. Auch weil ich Englisch sprechen musste, also nicht meine Muttersprache. Aber die Aufgaben waren sehr spannend!“