Stuttgart

Unerwünschte Chemikalien in Kinder-Spielsand

Stuttgart. Das Chemische und Veterinäruntersuchungsamt (CVUA) Stuttgart warnt vor sogenanntem kinetischem Sand. Dabei handele es sich um teils bunten Spezialsand für Kinder, der auch als Magic Sand oder Zaubersand verkauft werde und sich auch trocken zu Figuren formen lasse. Dafür sorgt ein Bindemittel auf der Basis von Silikonölen. Die Behörde untersuchte zwölf Proben von sechs Herstellern. Die Hälfte wies Mängel auf.

So rochen vier Produkte auffällig nach Lösemitteln, sie enthielten 1-Butanol. Ein geprüfter pinkfarbener Sand wurde scheinbar mit dem Farbstoff Rhodamin B eingefärbt, der als möglicherweise krebserzeugend gilt. Zwei weitere Produkte wiesen „einen dumpfen, muffigen und chemischen Geruch“ auf. Darin entdeckten die Prüfer unter anderem Naphthalinderivate und cyclische Alkane. Naphthalin wurde früher etwa in Mottenkugeln verwendet. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen rät Verbrauchern, bei Spielzeug immer einen Geruchstest zu machen und keine Produkte zu kaufen die auffällig riechen.

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