Hannover

Organspende-Ausweis entlastet Angehörige

Hannover. Die eigene Haltung zum Thema Organspende sollte man möglichst schriftlich festhalten. Dazu haben Politiker, Verbände und Prominente in Hannover aufgerufen. Dort fand die zentrale Veranstaltung zum Tag der Organspende (6. Juni) statt. „Man sollte bedenken, dass man damit auch Angehörige entlastet“, sagte Axel Rahmel, der Medizinische Vorstand der Deutschen Stiftung Organspende.

Ohne schriftliche Erklärung (beispielsweise auf einem Organspende-Ausweis) seien trauernde Verwandte nach dem Tod eines Menschen auch noch damit konfrontiert, ob Organe gespendet werden sollen. Rahmel wies darauf hin, dass sich unsichere Angehörige meist gegen eine Organspende entscheiden. Aber auch ein klares „Nein“ sollte festgehalten werden.

Nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung hatten 35 Prozent der Befragten zuletzt einen Organspendeausweis (2013: 28 Prozent). 2014 wurden mehr als 3000 Menschen in Deutschland durch Organspenden gerettet. Mehr als 10.000 Patienten warten auf eine Transplantation, die meisten von ihnen auf eine neue Niere.