Neues Institut für Sportmedizin

Asklepios-Klinik St. Georg bietet Leistungs- und Breitensportlern jetzt eine Komplettbetreuung an

Hamburg. „Wer heute keine Zeit für seine Gesundheit hat, wird später viel Zeit für seine Krankheiten brauchen“, befand der Hydrotherapeut Sebastian Kneipp bereits im 19. Jahrhundert. Und weil diese Weisheit an Aktualität nichts eingebüßt hat, tat Thomas Wolfram recht daran, den Begründer der Kneippkur zu zitieren, als er in seiner Eigenschaft als Konzerngeschäftsführer der Klinikkette Asklepios am Donnerstagnachmittag am Standort St.Georg das neue Institut für Sportmedizin und Prävention eröffnete.

Zeit ist auch für Leistungssportler ein knappes Gut – darauf beruht das Konzept, mit dem Asklepios an den Start geht. „Wir wollen unseren Kunden eine Komplettbetreuung unter einem Dach bieten. Kein Sportler muss mehr zu verschiedenen Ärzten laufen, weil wir in unserem Haus alle Fachbereiche abdecken“, sagt Michael Ehnert, Leiter des neuen Instituts.

Konkret heißt das: Jeder Sportler wird seinen Bedürfnissen entsprechend an Ort und Stelle versorgt. Benötigt er beispielsweise einen Orthopäden, wird dieser während des laufenden Termins angefordert. „Bei uns kommt der Arzt zum Patienten und nicht umgekehrt. Wir arbeiten in enger Verzahnung mit allen Spezialisten unseres Hauses, und wenn wir nicht den besten Arzt im Haus haben, dann finden wir ihn außerhalb und ziehen ihn hinzu“, sagt Ehnert. Besonderen Wert lege man auf eine ganzheitliche Betreuung, die neben der sportmedizinischen Versorgung auch Aspekte der Ernährungswissenschaften und der Psychologie umfasst.

Die Versorgung der Sportler fußt auf drei Säulen: eine jährliche Grunduntersuchung, die für jeden Leistungsathleten vorgeschrieben ist, die Trainingsplansteuerung und die Behandlung im Krankheits- oder Verletzungsfall. In sechs Räumen auf 350 Quadratmetern können Ehnert und sein Team parallel vier bis fünf Patienten betreuen. Analysegeräte modernsten Standards im Wert von rund 150.000 Euro stehen dafür zur Verfügung. Herzstück ist der Ergometrieraum, in dem mittels Laufband-, Ergometer- und Lungenfunktionsanalyse alle zur Behandlung erforderlichen leistungsphysiologischen Parameter ermittelt werden.

Einen Stamm von 300 Patienten kann die Einrichtung bereits vorweisen – dank der seit drei Jahren laufenden Kooperation mit dem Olympiastützpunkt Hamburg/Schleswig-Holstein mit rund 260 Kaderathleten und Ehnerts enger Beziehung zu Profiboxern, die er im mittlerweile insolventen Universum-Stall betreute. Dennoch legt Ehnert Wert auf die Feststellung, dass grundsätzlich auch jeder Breiten- oder Freizeitsportler das Angebot nutzen kann. „Jeder, der sportlich aktiv sein und wissen möchte, wie er am besten in Form kommt, ist bei uns willkommen.“

Da noch nicht alle Krankenkassen derlei Leistungen bezuschussen oder gar übernehmen, ist die Prävention, die das neue Institut im Namen führt, ein enorm wichtiges Anliegen für Asklepios. „Wir wollen vermitteln, dass regelmäßiges Sporttreiben die beste Medizin ist, um Krankheiten vorzubeugen“, sagt Ehnert. Dieses Zitat könnte auch von Sebastian Kneipp stammen.