Gute Frage

Woher stammt die Redewendung „Etwas brennt mir unter den Nägeln“?

Michael Krumm, Literaturwissenschaftler aus Lauenburg:

Für diese Umschreibung dafür, dass etwas dringend erledigt werden muss, gibt es zwei Herleitungen, beide eher unangenehm: So kann dies entweder auf dem Erfindungsreichtum früherer Folterschergen beruhen, die ihren Opfern glühende Kohlen auf die Fingerspitzen oder glühende Späne unter die Nägel verpassten. Oder aber es stammt von der Klostersitte, sich für das Lesen im Dunklen, etwa zur Frühmette, kleine Kerzen auf die Daumennägel zu kleben, die, wenn sie herabbrannten, die Mönche wohl ziemlich unsanft aus der mystischen Versenkung oder dem klerikalen Nickerchen holten.

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