Miniherzschrittmacher erstmals in Hamburg eingesetzt

Hamburg. Moderne Technik in Miniformat: Am Mittwoch wurden – erstmals in Norddeutschland – zwei Patienten in der Kardiologie der Asklepios Klinik St. Georg neue Miniaturschrittmacher eingesetzt, die ohne Elektroden auskommen. Das Gerät ist kleiner als eine Füllerpatrone, und wird mithilfe eines Katheters direkt im Herzen eingesetzt und kann so auch wieder entfernt werden.

Die Versorgung mit einem Schrittmacher, der den richtigen Rhythmus vorgibt, wird dann nötig, wenn das Herz zu langsam schlägt.

„Der neue Schrittmacher ist nicht nur viel kleiner, sondern wir können ihn auch direkt im Herzen selbst verankern“, erklärt Prof. Karl Heinz Kuck, Chefarzt der kardiologischen Abteilung. „Damit sind Elektroden überflüssig und man benötigt auch keine Operation für eine Tasche im Brustkorb. Der Schrittmacher wird mit einem Katheter aus der Leiste bis ins Herz geschoben und dort verankert.“

Da die Operation entfällt, entsteht keine Wunde und damit auch keine Narbe, sodass es kein Infektionsrisiko mehr gibt. Komplikationen wie der Bruch oder das Verrutschen einer Elektrode können nicht auftreten.